• 13.09.2009, 14:05:42
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LR ANSCHOBER: Erfolgsbilanz für die ersten 6 Jahre Konsumentenschutz - in OÖ wird so intensiv und streng kontrolliert wie sonst nirgendwo

Mehr als 120.000 Kontrollen schafften Sicherheit für Oberösterreichs KonsumentInnen, Trend 2009 zeigt weitere Verbesserungen

Linz (OTS) - In dieser Legislaturperiode wurden von den Organen
der Lebensmittelaufsicht und der Preisbehörde im Auftrag von OÖ.
Grünem KonsumentInnenschutz-Landesrat Rudi Anschober mehr als 120.000
Kontrollen von Betrieben und Produkten durchgeführt - vor allem zu
Preisauszeichnung, Hygienebedingungen und die Überprüfung der
Qualität von Lebensmitteln und Waren des täglichen

Anschober: "Dieses engmaschige Kontrollsystem hat sich auch bezahlt
gemacht. Während in Bayern oder Salzburg Wildfleischskandale für
Aufregung sorgten, konnten in Oberösterreich Chargen der betreffenden
Firmen noch vom Markt genommen werden, bevor diese zu den
KonsumentInnen gelangen konnten. Wir haben ernst genommen und
reagiert, auch wenn noch nicht wirklich Gefahr in Verzug war. So
wurde umfassende Kontrollen durchgeführt im Zuge des Skandals um mit
Melamin verseuchtes chinesisches Milchpulver".

Neben den laufenden Betriebskontrollen und Monitoringprogrammen
wurden in dieser Legislaturperiode auch noch 360 Schwerpunktaktionen
durchgeführt, um spezielle Warenbereiche besonders zu überprüfen.
Darunter fallen unter anderem Aflatoxine bei Trockenobst, Pestizide
auf Obst und Gemüse, verbotene Farbstoffe in Ölen und Chili.

Trend der Lebensmittelkontrollen im 1. Halbjahr 2009 - Risiko steigt
aufgrund teilweiser Dumpingpreise, aber Kontrolle wirkt und schafft
Sicherheit

Anschober: "Unser Preisradar, welches es die wichtigsten
Lebensmittelgruppen wöchentlich in allen großen Handelsketten
miteinander vergleicht, hat zur Stabilisierung in einer
Hochpreisphase beigetragen. Derzeit überschlagen sich Teil des
Lebensmittelhandels jedoch mit Spar- und Tiefstpreisangeboten. Diese
rasche Gegenentwicklung ist ebenfalls eine Fehlentwicklung, sie darf
nicht auf Kosten von Qualität und Lebensmittelsicherheit gehen. Daher
ist die Lebensmittelkontrolle gerade jetzt besonders gefragt."

Trend 2009 - intensive Kontrollen verstärkt

Anschober: "Wir haben in einem ersten Schwerpunkt Obst und Gemüse
einer strengen Kontrolle hinsichtlich Pestizidrückstände unterzogen.
Erfolgreich, denn die Beanstandungsquote ist auf unter 3 Prozent
gesunken. Dieser Trend ist erfreulich und zeigt, dass die intensiven
Kontrollen abschreckend wirken. Dennoch werden wir auch im zweiten
Halbjahr die Kontrollen gerade in Verdachtsbereichen noch einmal
intensivieren, denn das Risiko steigt durch die aktuellen
Preisschlachten in Teilen des Lebensmittelhandels."

Kontrollschwerpunkt: Gentechnikfreiheit - Supermarktregale bleiben
GVO frei

"Jährlich untersuchen wir in einem von mir eigens eingerichteten
Schwerpunktkontrollprogramm Proben von Soja, Mais und Reis und
überprüfen diese hinsichtlich genetischer Veränderung. Gleichzeitig
werden sämtliche Unterlagen hinsichtlich der GVO Freiheit überprüft,
um vom Feld bis auf den Teller die Gentechnikfreiheit gewährleisten
zu können. Bei diesen Kontrollen gab es in OÖ in sechs Jahren keine
einzige Beanstandung", betont Anschober.

Schummelschinken und Schummel-Verpackungen - Forderung nach einem
Ende der akzeptierten Täuschung von KonsumentInnen

Anschober. "Wenn kein echter Käse oder Schinken in der Verpackung
ist, dann muss dies auch ganz klar und leicht lesbar auf der
Verpackung angebracht sein. Diese Forderung habe ich an das
zuständige Ministerium bereits herangetragen und aktuell werden
tatsächlich die entsprechenden gesetzlichen Änderungen erarbeitet, um
hier Konsumenten vor Täuschung zu schützen."

Ein weiterer Punkt, den Anschober als Anschlag auf die KonsumentInnen
sieht, ist die Aufhebung der Verpackungsverordnung durch die EU. Nach
dem Fall dieser Reglementierung von dürfen Produkte nun in
unterschiedlichster Größe angeboten werden. Dies ermöglicht natürlich
eine Reduktion des Inhaltes bei gleichbleibendem Preis sehr leicht.

"Diese Liberalisierung ist keineswegs im Sinne der KonsumentInnen,
sondern fordert geradezu zur Täuschung durch den Handel auf. Im Sinne
einer fairen Partnerschaft von Wirtschaft und KonsumentInnen muss
dies rückgängig gemacht werden. Was darüber hinaus unbedingt
geschehen muss, ist, dass der Grundpreis in gleicher Größe wie der
Preis des Produktes angegeben werden muss - dies würde die
Vergleichbarkeit von Produkten deutlich erleichtern. Beide
Forderungen habe ich den zuständigen Ressortverantwortlichen von
Wirtschafts- und Sozialressort bereits übermittelt, "so Rudi
Anschober abschließend.

Rückfragehinweis:

Die Grünen Oberösterreich
   Mag. Markus Gusenbauer
   Pressesprecher
   Tel.: 0664/831 75 36
   mailto: [email protected]
   http://www.ooe.gruene.at

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