- 04.09.2009, 14:02:38
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Aktion scharf für die Augen unserer Kinder!
Wien (OTS) - Für die gute Wahrnehmung und Konzentrationsfähigkeit
Ihres Kindes sind gesunde Augen und ein scharfer Blick Voraussetzung.
Kann Ihr Kind nicht gut sehen, nimmt es die Eindrücke der Umwelt,
auch bei überdurchschnittlicher Intelligenz, nur zum Teil wahr.
Optische Reize und optische Sinneseindrücke können nur
bruchstückartig wahrgenommen werden. Das Gehirn verbindet und
vergleicht diese Sinneseindrücke mit den Erfahrungen der
Vergangenheit. Sieht Ihr Kind nicht scharf genug, sind die an das
Gehirn weitergeleiteten Informationen bruchstückartig und nicht
komplett. Dadurch kann es visuell in eine Art Erfahrungsdefizit
geraten, das erst mit dem scharfen Blick durch die Brille oder die
Kontaktlinse ausgeglichen wird.
Die Folge von schlechtem Sehen sind Wahrnehmungsfehler, die sich
unangenehm auf das persönliche Befinden auswirken. Ihr Kind fühlt
sich dann nicht wohl und reagiert aus dieser Situation heraus. Ist
die visuelle Wahrnehmung Ihres Kindes irritiert, kann es gleiche
Formen nur schwer erkennen. Auch hat es Probleme die räumliche Lage
eines Gegenstandes zu erfassen. Beides Voraussetzungen um den Alltag,
z.B. die Gefahren im Straßenverkehr gut zu erkennen und zu
bewältigen.
Mit jedem beginnenden Schuljahr, treten viele Fragen zur
Gesundheit unserer Kinder auf. Auf die visuelle Wahrnehmung Ihres
Kindes bezogen, lauten sie wie folgt: Wie gut und scharf sieht mein
Kind? Ist mein Kind gut genug für das neue Schuljahr gerüstet? Ist es
gesund und ausreichend versorgt?
Anton Koller, MSc., Landesinnungsmeister der Wiener Augenoptiker
und Optometristen ist der Schulbeginn ein großes Anliegen. Vor allem
die Frage, "Wie gut und scharf sieht mein Kind?", wird durch die
vorsorgliche und regelmäßige Augenkontrolle ganz einfach beantwortet,
legt Landesinnungsmeister Koller nahe. Er verweist auf die, für
Kinder kostenlos stattfindende, Augenüberprüfung durch die Wiener
Augenoptiker und Optometristen im September als eine ideale
Gelegenheit. Von Eltern häufig gestellte Fragen, beantwortet
Landesinnungsmeister Koller gerne.
Wie erkenne ich, ob mein Kind Schwierigkeiten mit dem Sehen hat? Gibt
es dafür äussere Anzeichen?
Kurzsichtigkeit bei Kindern wird relativ gut erkannt. Sie
entwickelt sich meist in der Pubertät. Kann Ihr Kind Objekte in der
Nähe erkennen, hat aber Schwierigkeiten Verkehrszeichen oder in der
Schule die Schrift an der Tafel zu entziffern, ist es meist
kurzsichtig.
Die Weitsichtigkeit ist durch die Akkommodation problematischer.
Rechtzeitig kann sie durch eine jährliche Augenüberprüfung
festgestellt werden. Meist bemerkt man sie erst an Reaktionen, weil
die Augen sich überanstrengen. So z.B. durch Kopf- oder
Augenschmerzen, verschwommenes Sehen durch verzerrte oder
sensibilisierte Wahrnehmung, Müdigkeit, gereizte Augen. Manchmal
erkennt man sie erst durch massive Konzentrationsschwierigkeiten und
auftretende Lernschwächen des Kindes.
Wie kann ich feststellen lassen, ob mein Kind schlecht sieht?
Der erste Ansprechpartner ist Ihr Optometrist und Augenoptiker.
Liegt der Verdacht einer Erkrankung vor, wird sofort an den Augenarzt
weitergeleitet.
Wie kann ich feststellen lassen, ob mein Kind schlecht sieht?
Kurz- und Weitsichtigkeit ist nach Einstufung der
Weltgesundheitsorganisation WHO ein Zustand und keine Erkrankung, für
den es eine Kompensation, sprich Sehhilfe gibt. Daher ist hierfür in
erster Linie der Optiker und Optometrist der Experte.
Liegt eine Augenerkrankung vor müssen Sie zum Augenarzt oder werden
von Ihrem Optiker und Optometristen entsprechend überwiesen.
Wie steht es um den Mythos "zu viel Fernsehen, zu viel Computer"?
Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis darüber, ob Fernsehen
oder Computer spielen tatsächlich schädlich für die Augen ist.
Gesamtgesundheitlich betrachtet ist es für den Körper grundsätzlich
wenig günstig, stundenlang in einer Position verharrend, einer
Tätigkeit nachzugehen. Die Durchblutung und Stoffwechselversorgung
wird dadurch wenig angeregt.
Welche schulischen Auswirkungen hat schlechtes Sehen?
Schlechtes Sehen führt zu einer eingeschränkten visuellen
Wahrnehmung und strengt Kinder enorm an. Die Folgen sind Müdigkeit
und Konzentrationsschwierigkeiten, Lernprobleme bis hin zu
Verhaltensstörungen oder aggressiven Reaktionen.
Wir müssen uns auch die Frage stellen, welche Art der Fehlsichtigkeit
eigentlich vorhanden ist? Der Straßenverkehr z.B. ist für
kurzsichtige Kinder gefährlicher als für weitsichtige Kinder. Im
Straßenverkehr ist "scharfes", periphäres Sehen für die Sicherheit
elementar.
Wie gelingt es mir, meinem Kind die Brille schmackhaft zu machen?
Vertrauen Sie auf das gute Gefühl Ihrer Kinder. Wenn die Brille
den Zweck erfüllt, d.h. wenn das Kind besser sieht, kann sie von den
Kindern erfahrungsgemäß gut angenommen werden. Modische Designs
machen sie heute auch zu einem Accessoire. Wenn eine Brille sehr
gebraucht und beschädigt aussieht, ist dies eine Zeichen, dass sie
auch getragen wird.
Wann merkt man, dass eine Brille nicht mehr gut ist?
Die Brille ist ein Medizinprodukt und hat eine Gebrauchsdauer,
konkret gesagt ein Ablaufdatum. Daher sind die regelmäßigen
1/2jährlichen bzw. jährlichen Kontrollen beim Optiker und
Optometristen ein MUSS.
Rückfragehinweis:
Anton Koller, MSc. Clinical Optometry, Landesinnungsmeister
Landesinnung Wien der Augenoptiker, Tel.: 01/51450-2208
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