- 04.09.2009, 13:41:37
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Start für Elektronischen Produktepass im Lebensmittelbereich
Bohuslav, Pernkopf: Rückverfolgbarkeit bringt Sicherheit für Konsumenten
St. Pölten (NLK) - Heute, 4. September, wurde im Rahmen einer
Pressekonferenz in Wien der Startschuss für den "Elektronischen
Produktepass" gegeben, der im Lebensmittelbereich eine lückenlose
Rückverfolgbarkeit der einzelnen Rohstoffe entlang der gesamten
Produktionskette ermöglicht. Die Landesräte Dr. Petra Bohuslav und
Dr. Stephan Pernkopf präsentierten das neue System, das vorerst im
Getreidebereich für mehr Transparenz sorgen soll.
"Die Lebensmittelsicherheit und Rückverfolgbarkeit von heimischen
Getreideprodukten ist nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch
ein gesellschaftspolitisches Thema", sagte Bohuslav. Das Land
Niederösterreich habe sich bereits bei den Alpbacher
Technologiegesprächen in Tirol mit dieser Sparte beschäftigt und den
Arbeitskreis "Can we trust in feed and food?" geleitet.
Zum Elektronischen Produktepass meinte die Landesrätin, dieser
könne nicht nur als wichtiges Marketinginstrument die gesamte
Lebensmittelbranche stärken, sondern sei auch bestens geeignet die
Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Konkurrenz zu erhöhen. Dieses
Instrument trage dem Wunsch der Konsumentinnen und Konsumenten nach
regionalen Lebensmitteln mit nachvollziehbarer Herkunft Rechnung und
eröffne so den heimischen Betrieben neue Marktchancen und
Zielgruppen, so Bohuslav abschließend.
"Hinter dem Elektronischen Produktepass verbirgt sich eine
Schnittstelle, die erstmals einen einfachen Datenausgleich zwischen
den verschiedenen Computerprogrammen, die im Lebensmittelbereich
verwendet werden, ermöglicht", sagte Pernkopf, der auch betonte: "So
sind neben den direkten Lieferanten und Abnehmern auch alle anderen
Betriebe in der Produktionskette schnell und unkompliziert sichtbar."
Händler und Verarbeiter, die sich entscheiden den "Elektronischen
Produktepass" zu nutzen, würden von einem verringerten
administrativen Aufwand profitieren, so der Landesrat.
In Bezug auf "Schummelkäse" oder "Schummelschinken" meinte
Pernkopf: "Der neue Elektronische Produktepass ist ein effizientes
Mittel gegen solche Lebensmittel und ermöglicht eine effektive
Beweisführung von Marken- und Qualitätsprogrammen gegenüber Kunden
und Konsumenten". Das Land Niederösterreich habe im Jahr 2008
insgesamt rund 7,3 Millionen Euro in qualitätssichernde Maßnahmen im
Lebensmittelbereich investiert.
Nähere Informationen: ecoplus, Michaela Schmid, Mag. Ute Pils,
Telefon 02742/9000-19660, e-mail [email protected].
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12174
http://www.noe.gv.at/nlk
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