- 04.09.2009, 10:05:15
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Deepsec: Internationale Spionage-Konferenz in Wien
Elite der IT-Security-Experten und Hacker trifft sich von 17. bis 20. November in Wien.
Wien (OTS) - Gerade in Zeiten der weltweiten Finanzkrise suchen
offenbar viele Unternehmen ihr Heil in vermehrter Spionage.
"Produktideen einfach zu stehlen ist billiger und schneller, als
selbst zu entwickeln", warnt René Pfeiffer, Organisator der dritten
internationalen Sicherheitskonferenz DeepSec, die von 17. bis 20.
November 2009 in Wien stattfindet. "Spionage wird daher ein immer
größeres Problem", so Pfeiffer. Doch viele Unternehmen und
Organisationen reagieren gerade in Zeiten der Krise falsch: "Viele
suchen die Lösung in Sparprogrammen im Sicherheitsbereich. Doch das
ist oft der Moment, auf den Hacker mit Spionageabsichten gewartet
haben", erklärt der Sicherheitsexperte.
Daher wird die Sicherheitskonferenz DeepSec, die heuer bereits zum
dritten Mal die Weltelite aus den Bereichen Network-Security und
Hacking in Wien versammelt, einen Schwerpunkt dem Thema Spionage und
ihrer Abwehr widmen. So wird etwa David Burgess in einem zweitägigen
Workshop Sicherheitsprobleme bei der GSM-Handykommunikation
analysieren. Ihm gelang es, Handys dazu zu bewegen, sich in eigens
dafür errichteten Fang-Netzen einzuloggen und deren Inhalte
auszuspionieren. Dazu passt auch der Vortag von Hacker Keykeriki, der
auf "Wireless Keyboard Sniffing" spezialisiert ist.
Dass es nicht immer Hightech für Spionage bedarf erläutern Sharon
Conheady und Martin Law von First Defence Information Security in
einem zweitägigen Workshop zu "Social Engineering": Nichtsahnende
Menschen werden hierbei Opfer von sozialer Manipulation, mit dem
Ziel, unberechtigt an Daten oder Dinge zu gelangen.
Wer seine Server mit allen technischen Raffinessen gegen
Netz-Attacken sichert, sollte auch die passenden Schlösser für seinen
Serverraum haben. Deviant Ollam und Babak Javadi von toool.us werden
in einem zweitägigen Workshop über Physical Security zu
Demonstrationszwecken Türen, Fenster und elektronische Schließsysteme
auf ihre Verläßlichkeit prüfen.
Pfeiffer will dabei ein grundlegendes Missverständnis aufzeigen:
"Ein Hacker muss nicht, wie viele irrtümlich glauben, immer kriminell
sein. Vielen geht es darum, Sicherheitslücken aufzuzeigen, die
gefährlich sein können und die im Interesse von uns allen geschlossen
werden müssen."
Die DeepSec Konferenz möchte Hacker, Unternehmen aus IT und
Security sowie Wissenschafter zusammenbringen, damit diese ihre
Erfahrungen austauschen können. "Wir sind eine neutrale Plattform,
die eine sonst kaum geschlagene Brücke zwischen Forschung, Business,
Behörden und der Hacker Community darstellt", sagt Pfeiffer.
Weitere Themen umfassen eVoting, Twitter Risiken, Cloud Computing,
Datenbankangriffe, das Aushebeln von Smart Cards, angreifende USB
Treiber, Gefahr durch manipulierte Drucker Firmware, und
Sicherheitsaspekte von Software-Entwicklung. Das Programm ist sowohl
für Geschäftsführer, ICT Leiter, Administratoren, Entwickler,
Forscher und Hacker bestimmt.
Das volle Programm gibt es unter: https://deepsec.net/schedule
Rückfragehinweis:
René Pfeiffer & Michael Kafka
DeepSec Organisation
Tel. +43/676/5626390 & +43/664/4145905
E-Mail: [email protected]
https://deepsec.net/
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