- 03.09.2009, 13:43:20
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SP-Krotsch zu Schwangerschaftsabbruch: Frauen verdienen Schutz und Verständnis der Gesellschaft!
Wien (SPW) - "Für die Wiener SPÖ ist das Selbstbestimmungsrecht
der Frauen über ihren Körper ein zentraler Grundsatz. Daher ist jede
Debatte über die Fristenlösung inakzeptabel. Im Vordergrund muss die
umfassende Beratung und Unterstützung der Frauen stehen, die in Wien
durch ein dichtes Netz an Beratungsstellen für Frauen in
Krisensituationen gewährleistet wird. Somit kann jedwede Kritik an
Beratungsmangel in Wien, sei es von Seiten der katholischen Kirche
oder von anderen politischen Parteien klar und deutlich
zurückgewiesen werden!", betonte die Frauensekretärin der Wiener SPÖ,
LAbg. Nicole Krotsch bezugnehmend auf die laufende Abtreibungsdebatte
am Donnerstag.****
"Fest steht, dass am persönlichen Recht jeder Frau, sich gegen eine
Schwangerschaft zu entscheiden, nicht gerüttelt werden darf!",
stellte die Frauensekretärin fest. In Wien werde die Aufklärung und
Beratung von Frauen in Krisensituationen sehr ernst genommen.
Generell stehen in allen geburtshilflichen Ambulanzen der städtischen
Spitäler des Wiener Krankenanstaltenverbunds SozialarbeiterInnen der
MA 11 zur Verfügung. Darüber hinaus wurde eine spezielle Ambulanz für
sozial benachteiligte Frauen im Wilhelminenspital in Ottakring
etabliert, die sowohl in deutscher und türkischer Sprache
psychologische und soziale Unterstützung bietet. In den meisten
geburtshilflichen Abteilungen der städtischen Spitäler stehen ferner
Familienhebammen für sozial benachteiligte Frauen zur Verfügung.
Weiters betreibt der Gesundheitsdienst der Stadt Wien - MA 15
insgesamt vier Familienhebammen-Stützpunkte. Neben
Geburtsvorbereitungskursen werden auch Einzelgespräche bzw.
Einzelpaarberatungen angeboten. Auch die sexualpädagogische
Aufklärung von Jugendlichen wird in Wien unterstützt: Dazu werden
einerseits Sexualpädagogische Workshops an öffentlichen Schulen ab
dem 13. Lebensjahr abgehalten, andererseits finden Beratungen zur
Familienplanung bzw. -aufklärung an zahlreichen Stellen in Wien, wie
im AKH, in der Semmelweis-Frauenklinik, in der Rudolfstiftung, im
SMZ-Süd wie auch im SMZ-Ost statt.
"Die MA 40 übernimmt zudem die Kosten für den ersten
Schwangerschaftsabbruch von Frauen, die finanziell nicht gut gestellt
sind und Sozialhilfe in Anspruch nehmen müssen", informierte Krotsch
und betonte hierzu, dass in allen Geburtenabteilungen der städtischen
Spitäler in Wien Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden.
"All diese Maßnahmen stellen unter Beweis, dass Wien das dichteste
Beratungsnetz für schwangere Frauen bietet und sowohl die Beratung
von Schwangeren als auch die Möglichkeit der Fristenlösung ernst
nimmt!", so Krotsch. In diesem Zusammenhang betonte die
Frauensekretärin die Notwendigkeit von Schutzzonen: "Eine bundesweite
Lösung für Schutzzonen vor Kliniken ist endlich zu verwirklichen.
Frauen verdienen bei dieser schwierigen Situation den Schutz und das
Verständnis der Gesellschaft! Es ist notwendiger denn je, dass die
ÖVP hierbei ihre reaktionären Scheuklappen ablegt und im Sinne der
Frauen handelt! Die Wiener SPÖ steht jedenfalls auf Seite der
Betroffenen und wird dafür sorgen, dass an der Fristenlösung und dem
Selbstbestimmungsrecht der Frauen nicht gerüttelt wird!", so Krotsch
abschließend.
Hinweis:
Die Wiener SPÖ Frauen rufen heute zur Protestkundgebung
"Selbstbestimmungsrecht von Frauen ist unantastbar" auf. Teilnehmen
werden viele namhafte Politikerinnen, u. a. die Wiener
SPÖ-Frauenvorsitzende Renate Brauner, Frauenstadträtin Sandra
Frauenberger, Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely, sowie
Frauenministerin a.D. Johanna Dohnal und Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek.
Zeit: Donnerstag, 3. September 2009, 18.00 Uhr
Treffpunkt: 1., Rathausplatz / Ecke Felderstraße (Schluss) nk
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ-Wien
Tel.: ++43/ 01/ 53 427-222
mailto:[email protected]
http://www.wien.spoe.at
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