• 02.09.2009, 15:23:40
  • /
  • OTS0196 OTW0196

Mobile Breitbandnetze können digitale Kluft schließen

VAT-Präsident Thoma: EU-Breitbandförderung muss technologieneutral sein und dem ländlichen Raum auch tatsächlich zugute kommen.

Wien (OTS) - "Den Mitgliedsunternehmen des Verbandes Alternativer
Telekom-Netzbetreiber ist die Versorgung des ländlichen Raumes mit
leistungsstarken Breitbandnetzen ein besonderes Anliegen. Dabei
bietet gerade mobiles Breitband vor dem Hintergrund bevorstehender
Technologiesprünge mit deutlich höheren Datenübertragungsraten unter
der Voraussetzung, dass die Mobilfunkbetreiber Zugang zur Digitalen
Dividende erhalten, eine besondere Chance, den ländlichen Raum
kostengünstiger und den Bedürfnissen der KundInnen entsprechend zu
erschließen", erklärte heute VAT-Präsident und Hutchison-CEO Berthold
Thoma. Glasfaserleitungen bis in die Wohnzimmer der Endkunden zu
verlegen sei speziell in dünner besiedelten und entlegenen Gebieten
einfach zu teuer. Selbst wenn nach einem erfolgten Vollausbau - ohne
Streusiedlungen - 50 Prozent aller österreichischen Haushalte per
Glasfaser Anbindung an das Internet bestellen würden, müsste jeder
Haushalt noch immer rund 50 Euro pro Monat für diese Anbindung
zahlen, ein Preis, der heute am Markt nicht zu erzielen sei.

Thoma sprach sich deshalb dafür aus, dass die von der EU in den
nächsten Jahren für Österreich vorgesehenen Mittel von 15 Mio. Euro
für den Breitbandausbau im ländlichen Raum (die von der Republik
Österreich noch aufgestockt werden) bevorzugt für die leistungsstarke
Anbindung von Mobilfunkstationen im ländlichen Raum aufgewendet
werden sollen, z.B. mit IP-basiertem Breitband-Richtfunk ("Next
Generation Microwave"), der eine permanente Punkt-zu-Punkt
Übertragung von Daten im Ausmaß von bis zu 545 MBit/s zulässt.
Entschieden wandte sich Thoma gegen die Subvention von
Glasfaseranschlüssen der Telekom Austria in Städten, die dem
ländlichen Raum nicht wirklich zuzurechnen seien: "Die derzeit
angedachte Gestaltung der Förder-Richtlinien erlaubt es der Telekom
Austria, versäumte Investitionen auf Kosten der Allgemeinheit
nachzuholen und den Glasfaser-Ausbau bis etwa auf Ebene der
Bezirkshauptstädte voranzutreiben. Offenbar werden lediglich Städte
versorgt sein, der "wirklich" ländliche Raum jedoch nicht."

Abschließend bekräftigte Thoma seine Forderung nach einer
technologieneutralen Ausschreibung der EU-Fördermittel: "Der
Grundsatz der Technologie-Neutralität liegt der gesamten
EU-Regulierung der "Info-Society" zugrunde. Es wäre nicht nur
systemwidrig, sondern eine aktive Wettbewerbsverzerrung, würden die
nunmehr zur Disposition stehenden Gelder nur auf den Ausbau von
Glasfasernetzen oder Kabelnetzen beschränkt werden."

Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT)

Der VAT, ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und
Elektronikindustrie (FEEI), wurde 1997 gegründet und ist die
Interessenvertretung der im Zuge der Telekom-Liberalisierung neu in
den Markt eingetretenen Betreiber. Zu seinen Mitgliedern zählen
Unternehmen aus dem Festnetz- und Mobilbereich. Die dem Verband
angehörenden Unternehmen erzielen pro Jahr insgesamt ca. 2,35
Milliarden Euro Umsatz. Von den neuen Betreibern wurden in den
letzten Jahren rund 5,5 Milliarden Euro investiert. Die Mitglieder
des VAT sind Colt Telecom Austria GmbH, Hutchison 3G Austria GmbH,
Orange Austria Telecommunication GmbH, Tele2 Telecommunication GmbH,
T-Mobile Austria GmbH und Verizon Austria GmbH.

Rückfragehinweis:

Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber
   Mag. Thomas Faast
   Geschäftsführer
   Mariahilfer Straße 37-39
   1060 Wien
   Tel.: +43 1 588 39-44
   Mobil: +43 676 588 39 31
   E-Mail: [email protected]
   Internet: www.vat.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VAT

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel