- 01.09.2009, 13:04:05
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Seeber fordert Ausarbeitung einer EU-Wasserstrategie
: Schwedische EU-Präsidentschaft stellt Umweltschwerpunkte im Europaparlament vor
Brüssel, 1. September 2009 (OTS) Der schwedische Umweltminister
Andreas Carlgren präsentierte heute, Dienstag, die Schwerpunkte der
schwedischen EU-Ratspräsidentschaft in der Umweltpolitik vor dem
Umweltausschuss des Europäischen Parlaments. Im Mittelpunkt der
Diskussion standen die Vorbereitungen auf den UN-Klimagipfel in
Kopenhagen im Dezember dieses Jahres, bei dem eine weltweite
Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll beschlossen werden soll.
„Der durch die Obama-Administration gelungene Schwenk in der US-
Klimapolitik ist zu begrüßen. Dennoch muss die Europäische Union im
Kampf gegen den Klimawandel auch weiterhin die globale
Führungsrolle übernehmen“, forderte der Umweltsprecher der EVP-
Fraktion, Dr. Richard Seeber, im Namen der größten Fraktion des
Europaparlaments. ****
„Kopenhagen muss bindende und verpflichtende Ziele zur
Reduktion der CO2-Emissionen bringen. Diese dürfen nicht allein für
die großen Industrienationen verpflichtend sein, sonder müssen auch
für Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien gelten.
Darüber hinaus müssen die zu erreichenden Ziele mit einem
effizienten Sanktionsmechanismus verbunden werden“, so Seeber
weiter. Zur Erreichung der Klimaziele seien Geldtransfers an
Entwicklungsländer wohl unvermeidlich, wichtiger noch aber sei ein
funktionierender Technologietransfer. „Alleine Geld zu schicken
reicht nicht. Die Europäische Union sollte vermehrt auf
Technologietransfer setzen. Das hilft mehr im Kampf gegen den
Klimawandel - und es bietet der europäischen Wirtschaft neue
Wachstumschancen auf dem Weltmarkt“, betonte der EVP-
Umweltsprecher.
Seeber forderte von der schwedischen Präsidentschaft aber auch
eine Unterstützung in der Ausarbeitung einer europäischen
Wasserstrategie: „Der Klimawandel zeigt seine massivsten
Auswirkungen im Bereich Wasser, von Dürreperioden bis hin zu
katastrophalen Überflutungen. Die nächste EU-Kommission muss sich
diesem Thema intensiv widmen und eine umfassende Strategie
vorlegen. Es ist jedoch wichtig, dass eine solche Strategie auf die
regionalen Bedürfnisse und Unterschiede eingeht. Die
Wassersituation in Österreich ist von der in Spanien oder Finnland
stark verschieden. Wenn wir noch Weltregionen wie Afrika oder Asien
mit einbeziehen, dann wird die Notwendigkeit einer regional
aufgestellten Strategie deutlich sichtbar“, so Seeber abschließend.
Rückfragen: Dr. Richard Seeber MEP, Tel.: +32-2-284-5468
([email protected]) oder Mag. Philipp M.
Schulmeister, EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21
([email protected])
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