• 30.08.2009, 11:04:18
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Johannes Hahn: Starkes Netzwerk für den Forschungsstandort Europa

Forschungsminister lädt zur "Salzburg Runde"

Wien (OTS) - Forschungsminister Johannes Hahn traf am Wochenende
mit Amtskollegen sowie hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus
neun mittel- und südeuropäischen Ländern zusammen. Ziel der nach 2007
zum zweiten Mal stattfindenden "Salzburg-Runde" ist eine noch engere
forschungspolitische Kooperation. "Wir können den Forschungsstandort
Europa nur dann weiter stärken und ausbauen, wenn wir die
Zusammenarbeit und die Vernetzung zwischen den Ländern verstärken und
gemeinsame Forschungsinfrastrukturen entwickeln", betonte Hahn.

Der mittel- und südeuropäische Raum dürfe in der Forschung "keine
Nebenrolle einnehmen, sondern muss durch attraktive
Forschungseinrichtungen junge Forscherinnen und Forscher anziehen",
so der Minister. Durch die Zusammenarbeit von Ländern mit
vergleichbarer Größe und Struktur ergebe sich "eine Stärkung für die
jeweiligen Forschungsstandorte und damit auch ein Mehrwert für
Europa". Ein Beispiel für die Bedeutung von Kooperationen kleiner
Staaten ist die weitgehende Einigung dreier Länder (Rumänien,
Tschechien, Ungarn) auf die Errichtung einer gemeinsamen
Forschungsinfrastruktur im Bereich der Laserforschung.

Teil des zweitägigen informellen Treffens war u.a. eine Diskussion
über aktuelle strategisch wichtige Fragestellungen auf europäischer
Ebene, insbesondere im Rahmen der "European Roadmap for Research
Infrastructures". Sie umfasst 44 Projekte aus den unterschiedlichsten
Disziplinen und wurde vom "European Strategy Forum on Research
Infrastructures" (ESFRI) im Auftrag des Europäischen Rates erstellt
und 2008 aktualisiert. Einen aktuellen Überblick gab es dazu vom
ESFRI-Vorsitzenden Carlo Rizzuto. Für Forschungsminister Hahn ist
diese Roadmap "von zentraler Bedeutung für die künftige
Positionierung des europäischen Forschungsstandortes, denn optimale
Rahmenbedingungen und eine Top-Infrastruktur sind grundlegende
Voraussetzungen für die künftige Entwicklung Europas".

Am heutigen Tag stand der "Ljubljana-Prozess" im Mittelpunkt. Er
befasst sich seit der slowenischen EU-Präsidentschaft 2008 sowohl mit
den langfristigen Zielen als auch mit der Umsetzung dieser Ziele im
Europäischen Forschungsraum. Luke Georghiou von der Universität
Manchester zog dazu eine Zwischenbilanz und gab einen Ausblick auf
künftige Chancen und Wege zur verbesserten Gestaltung des
Europäischen Forschungsraums.

An dem informellen Treffen in Salzburg nahmen heuer Minister bzw.
hochrangige Vertreterinnen und Vertreter folgender Länder teil:
Bulgarien, Malta, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Schweiz, Tschechien,
Ungarn und Zypern.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Pressebüro
Tel.: +43/1/53120-9007

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