- 30.08.2009, 08:00:00
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"profil": Der Architekt Gustav Peichl legt Pläne zur Teilerhaltung des ORF-Zentrums am Wiener Küniglberg vor
Peichl schlägt vor, ein Drittel der Anlage zu "opfern", um dort Wohnungen zu bauen
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, greift der Architekt Gustav Peichl
nun in die Diskussion um das von Roland Rainer erbaute ORF-Zentrum am
Küniglberg ein. Peichl legt gemeinsam mit seinem Kollegen Rudolf
Weber ein weit gediehenes Konzept vor: Er will das ORF-Gebäude
erhalten und zugleich Investoren die Gelegenheit geben, auf dem
prominenten Hietzinger Grundstück zu bauen. Da Peichl fürchtet, dass
der Denkmalschutz wegen wirtschaftlicher Interessen aufgehoben werden
könnte, favorisiert er einen Kompromiss. Sein Entwurf sieht vor, ein
Drittel der Anlage - das Areal hinter dem Haupthaus, längs der Allee
- zu "opfern", um dort Wohnungen zu bauen. Konkret sollen 21.500 der
rund 75.000 Quadratmeter großen Grundfläche umgewidmet werden. Mit
dem Plan käme man, so Peichl, "Investoren entgegen, die dort Geld
machen wollen. Man opfert etwa ein Drittel des Bestandes, bewahrt den
vorderen Teil aber im Sinne Rainers."
Er wolle die neuen Häuser übrigens nicht selbst bauen, sagt
Peichl, sondern die Aufgabe Rainer-Schülern übertragen, die im Geiste
ihres Mentors ein Ensemble planen sollen, das mit der Architektur des
ORF-Zentrums harmoniere. Die von der Stadt Wien favorisierte
Absiedlung des ORF nach St. Marx nennt Peichl "undenkbar", die
Gebäude dort hält er für "ungeeignet". Es handle sich um
"misslungenen Städtebau". Ende September soll im ORF-Stiftungsrat
über neue Konzepte beraten werden.
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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