• 29.08.2009, 11:25:52
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BZÖ-Widmann: Die letzten Tage der Glühbirne, Energieerzeuger drohen mit Preiserhöhungen

Einsparung weit geringer als behauptet

Wien (OTS) - Mit 1. September gilt in Österreich das
EU-Glühbirnenverbot. Glühlampen ab 100 Watt und alle matten
Glühbirnen dürfen nicht mehr erzeugt, bestellt und importiert werden.
Nur mehr Lagerbestände dürfen verkauft werden. BZÖ-Energiesprecher
Rainer Widmann kritisiert dieses von Lobbies erzwungene EU-Diktat
massiv. "Nicht nur, dass Zöllner und Polizei in Zeiten von
Rekordkriminalität Jagd auf Glühbirnenschmuggler machen sollen, das
Verbot an sich ist ein energiepolitischer Schwachsinn und ein
typisches Beispiel für den übertriebenen Regulierungswahn der EU.
Auch haben Energiekonzerne wie Vattenfall bereits angekündigt, den
Strompreis drastisch zu erhöhen, wenn der Stromverbrauch durch die
EU-Regelung sinkt, was bei den Energiesparlampen bedeutet, dass sie
in der Anschaffung viel mehr kosten und dann der Strom auch noch
teurer wird". Da der Stromverbrauch durch die Wirtschaftskrise seit
Ende des Jahres bereits um acht Prozent gesunken ist, kann mit
Sicherheit angenommen werden, dass die Konsumenten wieder einmal
mittels Strompreiserhöhung die Zeche doppelt zahlen dürfen", so
Widmann.

Widmann begründet seine Ablehnung des Glühbirnenverbots auch mit
weiteren Fakten:
Bluff Eins: Vom Gesamtstromverbrauch Österreichs werden nur 2,2
Prozent für die Beleuchtung von Privathaushalten verwendet. Die
Sparlampenlobby gibt offiziell das Einsparungspotenzial durch
Sparlampen mit 80 Prozent an, das ergibt eine angebliche Einsparung
von 1,76 Prozent des Gesamtstromverbrauchs. Nachdem aber bei der
Sparlampe auch über den so genannten Nullleiter verbraucht wird,
halbiert sich dieses von der Sparlampenlobby behauptete
Einsparungspotential.
Bluff 2: Ab 2012 sollen so durch das Verbot der Glühlampen 15
Millionen Tonnen CO2 in der EU eingespart werden - vier Promille der
gesamten europäischen CO2-Emission. Das sei eine Verzögerung der
Zunahme der globalen CO2--Emission um gerade einmal eine Woche,
zitiert Widmann aus einem Expertenkommentar.
Bluff 3: Energiesparlampen sind durch die Verwendung von Quecksilber
sowohl in der Produktion höchst umweltschädlich - in China vergiften
sich täglich Arbeiter - auch landen Millionen quecksilberhaltige
Energiesparlampen im ganz normalen Hausmüll, statt im Sondermüll.
Eine tickende Zeitbombe.
"Energiesparen ist richtig und wichtig. Beim Glühlampenverbot zeigt
sich aber die unheilige Verknüpfung von (wahrscheinlich) gut gemeint
und schlecht gemacht mit dem EU-Regulierungswahn und dem gefährlichen
Spiel der Lobbyingmafia der Großkonzerne in Brüssel. Im Endeffekt
wird Strom teurer, die Sparlampen sind teurer, aber gleichzeitig
umweltschädlicher und die Dummen sind wieder einmal die
Österreicherinnen und Österreicher", so Widmann abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

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