- 28.08.2009, 13:01:28
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Volkshilfe: Recht auf Arbeit gilt auch für AsylwerberInnen
Weidenholzer unterstützt den Vorstoß von SP-Bundesgeschäftsführer Kräuter
Wien (OTS) - Erfreut zeigt sich der Präsident der Volkshilfe
Österreich, Univ. Prof Dr. Josef Weidenholzer über den Vorstoß von
Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter, den Arbeitsmarktzugang für
AsylwerberInnen zu erleichtern, da zum Recht auf Asyl auch das
"Menschenrecht" auf Arbeit und Bildung gehört. "Dies entspricht einer
langjährigen Volkshilfe Forderung. Denn dadurch könnten wesentliche
Schritte für eine spätere Integration frühzeitig gesetzt werden und
vorhandene Potenziale genutzt werden. Zugleich würde verhindert, dass
Menschen, die zur Untätigkeit gezwungen sind und zu wenig Geld zum
Leben haben, auf die Idee kommen, sich ihr Einkommen auf illegale
Weise zu beschaffen", so Weidenholzer.
Nach geltender Gesetzeslage wäre ein Zugang zum Arbeitsmarkt für
AsylwerberInnen in Österreich theoretisch schon nach drei Monaten
vorhanden, wenn nicht ein Erlass des Arbeitsministeriums dies de
facto verhindern würde. Arbeiten dürfen AsylwerberInnen nämlich nur
als Saisonarbeitskräfte in Gastronomie und Landwirtschaft, wo sie
aber kaum Stellen finden, oder als so genannte "Neue Selbständige".
Das heißt sie können sich ihr Leben als Konzertpianist verdienen, als
Sporttrainerin, als Journalistin oder als Nachhilfelehrer. Oder aber
als Sexarbeiterin - oft die einzige reale Möglichkeit.
Angstphantasien, wie sie vor allem die FPÖ schürt, der
österreichische Arbeitsmarkt werde von Wirtschaftsflüchtlingen
überschwemmt werden, nimmt Weidenholzer mit dem Verweis auf
Deutschland den Wind aus den Segen. Dort haben AsylwerberInnen schon
seit zehn Jahren nach zwölf Monaten Aufenthalt einen Zugang zum
Arbeitsmarkt, ohne dass deshalb die Zahl der AsylantragstellerInnen
gestiegen wäre. Im Gegenteil sind die Zahlen bis 2006 sogar leicht
gesunken und halten sich seitdem auf einem stabilen Niveau.
Weidenholzer begrüßt auch die Initiative der Europäischen
Kommission, den Arbeitsmarkzugang für AsylwerberInnen generell nach
sechs Monaten zu öffnen. "Ein Umdenken in der Asylpolitik ist
dringend notwendig. Menschen, die in Österreich Schutz vor Verfolgung
suchen, muss das Ankommen in der neuen Heimat erleichtert werden und
nicht durch unnötige Hürden erschwert", appelliert Weidenholzer an
die Bundesregierung, den sinnvollen Vorschlag ernsthaft zu
diskutieren.
Rückfragehinweis:
Erwin Berger, MAS Leiter Kommunikation Volkshilfe Österreich Tel: 0676 834 02 215; E-mail: [email protected] Mag.a Verena Fabris Asyl & Migration Tel. 0676 834 03 330, E-mail: [email protected]
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