OTS0068 / 27.08.2009 / 10:55 / Channel: Chronik / Aussender: BM für Wissenschaft und Forschung
Stichworte: Finanzierung / Forschung / Gesetz / Hahn / Wissenschaft


Johannes Hahn: Vertrauen schaffen mit gesetzlicher Verankerung der Forschungsmittel

Utl.: Forschungsfinanzierungsgesetz bringt Verlässlichkeit und stärkt Vertrauen - Menschen haben Vertrauen in F&E als Wege aus der Krise =


   Wien/Alpbach (OTS) - "Vertrauen schaffen mit der gesetzlichen
Verankerung von Forschungsmitteln", so das klare Ziel von
Forschungsminister Johannes Hahn. Er schlug daher im Rahmen der
Alpbacher Technologiegespräche ein verbindliches Gesetz zur
Forschungsfinanzierung vor, das gemeinsam mit der Forschungsstrategie
der Bundesregierung im Sommer 2010 vorliegen und die Fortsetzung des
Wachstumspfades sicherstellen soll. "Das
Forschungsfinanzierungsgesetz soll das verlässliche finanzielle
Rückgrat der österreichischen Forschungsstrategie werden", betont
Hahn. 
Das heurige Alpbach-Thema "Vertrauen" sei besonders für Wissenschaft
und Forschung zentral, so der Minister weiter. Die Forschung sei "wie
ein scheues Reh. Wenn wir sie im Land halten wollen, müssen wir ihr
Vertrauen geben." Bei den Budgetverhandlungen - die am Ende des Tages
zwar ein sehr gutes Ergebnis gebracht haben - habe er deutlich
gespürt: "Unsicherheit ist Gift für den Forschungsstandort Österreich
und fehlende Planbarkeit verunsichert die besten Köpfe.
Verlässlichkeit ist daher der beste Boden für Innovationen."
Johannes Hahn skizziert die fünf Eckpunkte, die in das
Forschungsfinanzierungsgesetz (FoFinaG) einfließen sollen:
~
1. Verbindlicher Budgetpfad bis 2020
2. Leistungsvereinbarungen mit den Förderagenturen auf Basis
   mehrjähriger Globalbudgets
3. Innovative Förderschienen (z.B. gesetzliche Verankerung der
   Exzellenzcluster, K1/K2-Zentren etc.; "Österreichisches
   Forschungsrahmenprogramm" in zentralen Zukunftsfeldern)
4. Klare Strukturen mit ressortübergreifender Steuerungsgruppe als
   Monitoring- und Steuerungsinstrument, z.B. für "Österreichisches
   Forschungsrahmenprogramm" 
5. Schwerpunkt Humanressourcen mit den Zielen: Steigerung der
   Beschäftigung im akademischen Bereich; Erhöhung der 
   Absolvent/innenquote, v.a. im naturwissenschaftlich-technischen
   Bereich
~
"Investition in Innovation lässt uns nach der Krise mit einer
Nasenlänge Vorsprung durchstarten", betont der Minister. Und: "Die
Menschen haben Vertrauen in Forschung und Entwicklung als Wege aus
der Krise", verweist Johannes Hahn auf eine aktuelle GfK-Umfrage
("Vertrauen in der Krise"; Mai bis Juli 2009; 4.300 Befragte
österreichweit). Nach jenen Bereichen gefragt, die nach der Krise an
Bedeutung gewinnen sollen, landen Wissenschaft und Forschung
prominent platziert unter den Top 10. Nach der Stärkung des
Mittelstands, der KMUs und der Sozialen Marktwirtschaft will fast
jede zweite Österreicherin/jeder zweite Österreicher eine wichtigere
Rolle der Forschung nach der Krise, rund 40 Prozent wollen die
Wissenschaft nach der Krise stärker betont wissen. 
Wissenschaft und Forschung liegen als Wege aus der Krise in den Augen
der Befragten damit z.B. noch vor der Sozialpartnerschaft, der
Privatindustrie oder Finanzmärkten. Ein weiteres Ergebnis der
Umfrage: Beinahe drei Viertel der Österreicherinnen und Österreicher
(71%) sehen die Forschung in Österreich noch immer etwas oder viel
zuwenig unterstützt. 
"Wir haben in den vergangenen Jahren einen rasanten Aufholprozess
gestartet und den Forschungsstandort Österreich gestärkt. Wir müssen
auch künftig den Wachstumspfad fortsetzen, um auf der Überholspur zu
bleiben. Dafür weiß ich eine breite Mehrheit hinter dem heimischen
Forschungsstandort", schließt Minister Hahn. 
Rückfragehinweis:
   Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
   Minoritenplatz 5, 1014 Wien 
   Pressebüro
   Tel.: +43/1/53120-9007
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