Wien/Alpbach (OTS) - "Vertrauen schaffen mit der gesetzlichen Verankerung von Forschungsmitteln", so das klare Ziel von Forschungsminister Johannes Hahn. Er schlug daher im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche ein verbindliches Gesetz zur Forschungsfinanzierung vor, das gemeinsam mit der Forschungsstrategie der Bundesregierung im Sommer 2010 vorliegen und die Fortsetzung des Wachstumspfades sicherstellen soll. "Das Forschungsfinanzierungsgesetz soll das verlässliche finanzielle Rückgrat der österreichischen Forschungsstrategie werden", betont Hahn.
Das heurige Alpbach-Thema "Vertrauen" sei besonders für Wissenschaft und Forschung zentral, so der Minister weiter. Die Forschung sei "wie ein scheues Reh. Wenn wir sie im Land halten wollen, müssen wir ihr Vertrauen geben." Bei den Budgetverhandlungen - die am Ende des Tages zwar ein sehr gutes Ergebnis gebracht haben - habe er deutlich gespürt: "Unsicherheit ist Gift für den Forschungsstandort Österreich und fehlende Planbarkeit verunsichert die besten Köpfe. Verlässlichkeit ist daher der beste Boden für Innovationen."
Johannes Hahn skizziert die fünf Eckpunkte, die in das Forschungsfinanzierungsgesetz (FoFinaG) einfließen sollen:
~ 1. Verbindlicher Budgetpfad bis 2020 2. Leistungsvereinbarungen mit den Förderagenturen auf Basis mehrjähriger Globalbudgets 3. Innovative Förderschienen (z.B. gesetzliche Verankerung der Exzellenzcluster, K1/K2-Zentren etc.; "Österreichisches Forschungsrahmenprogramm" in zentralen Zukunftsfeldern) 4. Klare Strukturen mit ressortübergreifender Steuerungsgruppe als Monitoring- und Steuerungsinstrument, z.B. für "Österreichisches Forschungsrahmenprogramm" 5. Schwerpunkt Humanressourcen mit den Zielen: Steigerung der Beschäftigung im akademischen Bereich; Erhöhung der Absolvent/innenquote, v.a. im naturwissenschaftlich-technischen Bereich ~
"Investition in Innovation lässt uns nach der Krise mit einer
Nasenlänge Vorsprung durchstarten", betont der Minister. Und: "Die
Menschen haben Vertrauen in Forschung und Entwicklung als Wege aus
der Krise", verweist Johannes Hahn auf eine aktuelle GfK-Umfrage
("Vertrauen in der Krise"; Mai bis Juli 2009; 4.300 Befragte
österreichweit). Nach jenen Bereichen gefragt, die nach der Krise an
Bedeutung gewinnen sollen, landen Wissenschaft und Forschung
prominent platziert unter den Top 10. Nach der Stärkung des
Mittelstands, der KMUs und der Sozialen Marktwirtschaft will fast
jede zweite Österreicherin/jeder zweite Österreicher eine wichtigere
Rolle der Forschung nach der Krise, rund 40 Prozent wollen die
Wissenschaft nach der Krise stärker betont wissen.
Wissenschaft und Forschung liegen als Wege aus der Krise in den Augen der Befragten damit z.B. noch vor der Sozialpartnerschaft, der Privatindustrie oder Finanzmärkten. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Beinahe drei Viertel der Österreicherinnen und Österreicher (71%) sehen die Forschung in Österreich noch immer etwas oder viel zuwenig unterstützt.
"Wir haben in den vergangenen Jahren einen rasanten Aufholprozess gestartet und den Forschungsstandort Österreich gestärkt. Wir müssen auch künftig den Wachstumspfad fortsetzen, um auf der Überholspur zu bleiben. Dafür weiß ich eine breite Mehrheit hinter dem heimischen Forschungsstandort", schließt Minister Hahn.
Rückfragehinweis: Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien Pressebüro Tel.: +43/1/53120-9007
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09.02.2010 / 14:24:03 / ÖVP Bundesparteileitung
09.02.2010 / 14:22:43 / FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
09.02.2010 / 14:12:31 / Wirtschaftskammer Österreich
09.02.2010 / 10:15:01 / ERESNET GmbH