• 26.08.2009, 11:06:28
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Abschied von Glühbirne sorgt für Debatte

UFH Altlampen Systembetreiber GmbH kündigt verstärkten Dialog mit Energiesparlampen-Skeptikern und -Gegnern an.

http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=1&dir=200908&e=20090826_f&a=event

Wien (OTS) - Am 1. September 2009 tritt die EU-Verordnung 244/2009
in Kraft, die alle Mitgliedstaaten zu einem schrittweisen Ausstieg
aus ineffizienten Lampentechnologien verpflichtet. Das sukzessive Aus
für die Glühbirne löst in der Bevölkerung jedoch heftige Debatten
aus: Mehr als 60% der Österreicherinnen und Österreicher halten die
EU-Verordnung für "eher weniger" oder "überhaupt nicht" sinnvoll.
Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer Meinungsumfrage zu
Energiesparlampen, die Helmut Kolba, Geschäftsführer der UFH
Altlampen Systembetreiber GmbH, Marktführer unter den Sammel- und
Verwertungssystemen für Altlampen, heute im Rahmen eines
Pressegesprächs im FEEI - Fachverband der Elektro- und
Elektronikindustrie vorstellte.

Mehr als die Hälfte der Befragten (60,4%) fühlt sich zudem
schlecht bis gar nicht über die Thematik informiert. Diese Aussage
war für den UFH-Geschäftsführer der Anlass, eine Fortsetzung der
Informationskampagne "Fang das Licht" zu starten. Ziel der
Nachfolgekampagne ist es, den Dialog mit Energiesparlampen-Skeptikern
und -Gegnern zu verstärken. "Die Studie zeigt, dass noch immer
zahlreiche Mythen und Missverständnisse über die Energiesparlampe im
Umlauf sind. So glaubt mehr als die Hälfte der Befragten (53,6%),
dass Energiesparlampen aufgrund ihres Quecksilbergehalts ein
gesundheitliches Risiko darstellen, sobald sie zerbrechen. Diese
Angst ist jedoch nachweislich unbegründet. Die in modernen
Beleuchtungsmitteln enthaltene Menge Quecksilber von bis zu 2
Milligramm ist dafür einfach zu gering. Zum Vergleich: Ein
Quecksilber-Fieberthermometer enthält rund 150 bis 500 Milligramm des
Metalls", stellte Kolba klar.

80% weniger Energieverbrauch durch Energiesparlampen

"Durch einen sinnvollen Umstieg (zwei Drittel aller Lampen) auf
Energiesparlampen könnte schon jetzt in Österreich über 1 Million
Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden", zeigte sich Johann
Hatzenbichler, Beleuchtungsexperte im FEEI, überzeugt. "Moderne
Lampen verbrauchen rund 80% weniger Energie als Glühbirnen, halten
bis zu 15-mal länger als ineffiziente Beleuchtungsmittel, schonen
Umwelt und Klima und rechnen sich trotz höherer Anschaffungskosten
bereits im ersten Jahr", brachte der Beleuchtungsexperte die
wichtigsten Vorteile der Energiesparlampe auf den Punkt. Ein
Vergleich zwischen einer 60 Watt-Glühbirne, die rund 0,75 Euro
kostet, und einer in der Leistung vergleichbaren 11
Watt-Energiesparlampe, die um etwa 6 Euro zu haben ist, macht dies
deutlich: Die jährlichen Stromkosten für die Glühbirne liegen bei
10,80 Euro, und die Lebensdauer beträgt durchschnittlich ein Jahr.
Eine Energiesparlampe hingegen kostet rund 1,98 Euro an Strom pro
Jahr, bringt es auf eine durchschnittliche Lebensdauer von 8 Jahren
und die totale Ersparnis kommt auf 70,56 Euro. Dennoch haben erst
4,8% der österreichischen Haushalte komplett auf die moderne
Beleuchtungstechnologie umgestellt.

Dürftig ist auch das Wissen der Konsumentinnen und Konsumenten
über die Produktvielfalt von Energiesparlampen. 43,5% der Befragten
sind der Ansicht, dass es "eher weniger" oder "überhaupt nicht"
zutrifft, dass Energiesparlampen im Handel in vielen Designs und
Größen erhältlich sind. Ein weiterer Mythos ist, dass nicht alle
Lampen in jede Fassung passen. "Fakt ist jedoch, dass
Energiesparlampen heute in einer Vielzahl an Größen und Formen zu
haben sind. Mit den beiden Standardgewindegrößen E14 und E27 passen
die modernen Beleuchtungskörper in jede Fassung, in der vorher eine
Glühbirne eingeschraubt war", erklärte dazu Roman Adametz,
Gremialobmann des Wiener Elektro- und Elektronikgroßhandels und stv.
Bundesgremialobmann des Elektrohandels.

Marktanteil von Energiesparlampen gewachsen

"Trotz der zahlreichen Kontroversen über Energiesparlampen haben
sich die Absatzzahlen in Österreich in den letzten Jahren positiv
entwickelt. Während 2005 lediglich 0,8 Millionen der energiesparenden
Lampen abgesetzt wurden, lag diese Zahl 2008 bei 3 Millionen. Für
2009 wird mit weiterem Wachstum gerechnet.

Der Glühbirnen-Verkauf nahm hingegen ab. 2005 wanderten 25,5
Millionen Exemplare über die Ladentische, 2008 nur noch 24,4
Millionen Stück", kommentierte Adametz die aktuelle Marktlage. Für
2009 seien allerdings aufgrund der Vorziehkäufe Steigerungen zwischen
50-100% gegenüber 2008 zu erwarten.

Glühbirne verschwindet stufenweise aus Verkaufsregalen

Die Glühlampen-Verordnung der EU sieht vor, Glühbirnen bis 2016
Schritt für Schritt vom Markt zu nehmen. Die erste Phase wird am 1.
September 2009 eingeläutet. Ab diesem Zeitpunkt dürfen in der EU
keine matten Glühbirnen und keine klaren 100 Watt-Glühbirnen mehr in
Verkehr gesetzt werden. Vor dem Stichtag in den Handel gebrachte
Lampen dürfen jedoch weiter verkauft werden, Glühbirnen in Gebrauch
müssen nicht ausgetauscht werden. Ein Jahr später beginnt Phase 2, in
der 75-Watt-Glühlampen wegfallen. Phase 3 im Herbst 2011 markiert das
Ende der 60-Watt-Birne und Phase 4, die 2012 startet, besiegelt das
endgültige Aus der Glühlampe. Nachfolgetechnologien sind die
Halogenglühlampe, die 30-50% Energieersparnis bringt, sowie die
Energiesparlampe. Die EU-Verordnung 244/2009 ist jedoch kein
Glühlampenverbot, wie oft in den Medien fälschlicherweise berichtet
wird, sondern bedeutet einen schrittweisen Ausstieg aus ineffizienter
Lampentechnologie bis 2016.

Über die UFH Altlampen Systembetreiber GmbH

Die UFH Altlampen Systembetreiber GmbH ist der österreichische
Marktführer bei der Sammlung und Verwertung von Altlampen. Sie ist
eine 100% Tochter der UFH Holding GmbH mit Sitz in Wien. Das UFH
erzielte 2008 mit 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz
von 7,5 Millionen Euro und betreute 1.200 Kunden. Das UFH ist ein
Netzwerkpartner des FEEI - Fachverband der Elektro- und
Elektronikindustrie.

Links

www.ufh.at
www.fangdaslicht.at

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=1&dir=200908&e=20090826_f&a=event

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Kathrin Mück-Puelacher
FEEI Management-Service GmbH
Tel.: +43 1 588 39 29
mailto:[email protected]

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