• 25.08.2009, 11:01:04
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Grüne Klosterneuburg gegen "Green" am "Weißen Hof"!

Fünf Gründe sprechen für die Grünen gegen einen geplanten Golfplatz im Landschaftsschutzgebiet beim Rehabilitationszentrum "Weißer Hof"!

St.Pölten (OTS) - Seit Jahren gibt es immer wieder Gerüchte über
eine geplante große Golfanlage auf den Gründen des
Rehabilitationszentrums "Weißer Hof",das der AUVA gehört. Der "Weiße
Hof" ist mit 200 Betten das größte Rehabilitationszentrum der
Unfallversicherungsanstalt, jährlich werden dort über 1.500
PatientInnen aufgenommen. Das große, noch nicht verbaute Gebiet
oberhalb von Klosterneuburg am Weg nach Hadersfeld, dass derzeit noch
von Wäldern und Sonnenblumenfeldern beherrscht wird, steht nun wieder
einmal in mitten aktueller Diskussionen um den Bau einer großen
Golfplatzanlage. Das Gelände ist derzeit als Bauland Sondergebiet für
den Gesundheitsbereich gewidmet. Da die AUVA keinen Bedarf hat, aber
offensichtlich nicht zuletzt auf Grund der Millionenverluste
kränkelt, soll das Sondergebiet nun an eine GesmbH verkauft werden,
die darauf einen Golfklub errichten will.
Danach soll von Seiten des Landes die Umweltschutzbestimmungen
aufgehoben werden und von der Stadt Klosterneuburg eine Umwidmung
erfolgen. Die in einer schwarz-grünen Stadtregierung befindliche ÖVP
signalisiert Zustimmung, die Grünen stimmen gegen das Projekt.
Dazu Umweltstadtrat Mag. Sepp Wimmer, Fraktionschef der Grünen
Klosterneuburg: "Jedes Jahr tauchen diese Gerüchte über einen
geplanten Golfplatz beim Weißen Hof auf. Nur dieses Mal scheint durch
die Finanzmisere der AUVA wirklich für die Umwelt und die
Klosterneuburger Naturliebhaber Gefahr in Verzug zu sein. Golf kann
durchaus ein schöner Sport sein, ökologisch ist er aber nicht. Und
für uns Grüne ist der Standort für einen Golfplatz beim Weißen Hof
aus folgenden Gründen nicht geeignet:

1) Ökologisch: Obwohl Golfplätze schönes Grün haben, sind sie
ökologisch weitestgehend tot. Durch die notwendige permanente
Behandlung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln reduziert sich die
Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen radikal. Weiters wird eine
radikale Veränderung des Boden- und Wasserhaltes durch
Bodenverdichtung und Bewässern, ein 18 Loch Platz benötigt in
Österreich pro Jahr ca. 35 Mil. Liter Wasser (35.000m3). (Ein 4
Personen Hauhalt verbraucht pro Jahr ca. 20.000 Liter (200m3.))

2) Verkehr: Die einzige Anbindung besteht über die Holzgasse. Hier
hat es aber schon jetzt, vor dem zusätzlichen Verkehr durch die
GolferInnen, massive Proteste der Anrainer gegeben, die bis zu einer
Verhandlung bei der BH Wien-Umgebung geführt haben.Ein berechtigter
Aufstand der Anrainer ist somit vorprogrammiert. Zudem braucht eine
18-Loch Anlage ca. 200 Parkplätze. An Wettspieltagen herrscht
zusätzlich reger Verkehr von Besuchern.

3) Verlust Erholungswert für die Bevölkerung: Das Gebiet rund um den
"Weißen Hof" ist eines der beliebtesten Naherholungsgebiete für die
Klosterneuburger Bevölkerung. Damit wäre dann Schluss.

4) Ethische Problematik: Wie wirkt sich der Anblick von
Freizeitsportlern auf Menschen aus, die in unmittelbarer Nähe des
"Weißen Hofs" als PatientInnen oftmals dramatische Einschnitte ihres
Lebens bewältigen müssen?

5) Bedarf: In ca. 1 km Luftlinie befindet sich die 9 Loch Anlage
Tuttendörfls - es existiert demnach bereits ein Golfplatz.

Wimmer dazu abschließend: "Golf ist für viele ein schöner Sport, aber
umweltpolitisch problematisch und in diesem speziellen Fall sprechen
fünf Gründe klar gegen eine Golfanlage beim Weißen Hof."

Rückfragehinweis:
Für die Grünen Klosterneuburg
Stadtrat Mag. Sepp Wimmer (Tel:0676/ 40 88 097)

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