• 22.08.2009, 08:00:00
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"profil": Sinnlose und fragwürdige Anti-Doping-Initiativen

Anti-Doping-Initiative des Österreichischen Radsportverbandes könnte für dopende Athleten als "Feigenblatt" missbraucht werden

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtemagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, sorgt die Anti-Doping-Initiative des
Österreichischen Radsport-Verbands "Austrian Cycling Against Doping"
für Kritik von Profi-Radfahrern gegen den eigenen Verband.

Bei dem Projekt sollen sich Radfahrer auf freiwilliger Basis
monatlich für Blutproben zur Verfügung stellen. Jedoch haben sich
bislang nur 17 Athleten auf der Seite registriert, bei vielen scheint
kein einziges Testergebnis auf, da die Bluttests von den Sportlern
selbst bezahlt werden sollen. Kosten pro Test und Monat: Bis zu 150
Euro. "Ich bezahle sie bestimmt nicht selbst, dazu habe ich zu wenig
Geld", erklärte der 18-jährige U23-Nationalteamfahrer Jan Sokol
gegenüber "profil". Laut Radsportverband-Generalsekretär Rudolf
Massak würde das Budget für die regulären Dopingkontrollen ausgegeben
werden, so dass "für diese Bluttests kein Geld mehr übrig ist".

Weiters kritisieren Profis, dass Kontrollen, bei denen der
Zeitpunkt selbst bestimmt werden kann, sinnlos wären. Außerdem könnte
die Seite leichter von Dopern missbraucht werden. Denn auch Bernhard
Khol nahm an einem ähnlichen Projekt teil und hatte immer
unauffällige Blutprofile vorzuweisen, die ihm sogar Verträge
verschafften, da er für Vereine clean wirkte.

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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