- 21.08.2009, 13:27:45
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Kirchen laden zur "Bewahrung der Schöpfung" ein
Ökumenischer Gottesdienst am 1. September in der Lutherischen Stadtkirche in Wien - Kirchen in Österreich nehmen Gedanken des Ökumenischen Patriarchen Dimitrios I. aus dem Jahr 1989 auf
Wien, 18.08.2009 (KAP) Die Kirchen in Österreich laden am 1.
September, dem "Schöpfungstag", wieder in besonderer Weise zur
"Bewahrung der Schöpfung" ein. Der Ökumenische Rat der Kirchen in
Österreich (ÖRKÖ) veranstaltet um 18 Uhr einen ökumenischen
Gottesdienst in die Lutherischen Stadtkirche (Dorotheergasse 18) in
der Wiener Innenstadt. Das Motto lautet: "Die Schöpfung - Haus
Gottes für alle". Bei dem Gottesdienst wird auch eine orthodoxe
Segnung von Brot, Öl und Wein die Verantwortung für den Umgang mit
den Gaben der Erde verdeutlichen.
Der Vorsitzende des Ökumenischen Rates, der lutherische Altbischof
Herwig Sturm, erhofft sich vom Gottesdienst spirituelle Impulse für
einen nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung und gegen die
Umweltzerstörung. Für die christlichen Kirchen in Österreich sollte
der Gottesdienst ein Impuls sein, sich stärker als bisher dem Thema
"Bewahrung der Schöpfung" anzunehmen, so Sturm im Gespräch mit
"Kathpress". Bei dem Gottesdienst in der Lutherischen Stadtkirche
sollen die "Krisen der Gegenwart" benannt werden; zugleich wird am
biblischen Beispiel der Tempelreinigung die Notwendigkeit radikalen
Umdenkens dargestellt. Letztlich geht es darum, "neue Schritte" zur
"Bewahrung der Schöpfung" zu lernen.
Für die Gestaltung des Gottesdienstes zeichnen u. a. die
Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche in
Österreich, die Bewegung "Klima fair bessern" und die "Pilgrim-
Schulen" verantwortlich.
Initiative des Ökumenischen Patriarchen
Der "Schöpfungstag" war 1989 vom damaligen Ökumenischen Patriarchen,
Dimitrios I., in den liturgischen Kalender der Kirche von
Konstantinopel eingefügt worden. Der Patriarch lud damals die ganze
"orthodoxe und christliche Welt" ein, jeweils am 1. September "zum
Schöpfer der Welt zu beten: mit Dankgebeten für die große Gabe der
geschaffenen Welt und mit Bittgebeten für ihren Schutz und für ihre
Erlösung".
Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich hatte 2008
beschlossen, die Anregungen des Ökumenischen Patriarchen und der
Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung 2007 in
Sibiu(Rumänien) aufzunehmen und die Feier des "Schöpfungstages"
sowie der "Schöpfungszeit" (1. September bis 4. Oktober, Fest des
Heiligen Franziskus von Assisi) allen Mitgliedskirchen zur Aufnahme
in ihre liturgischen Kalender zu empfehlen. Der gemeinsame
Gottesdienst soll auch die Öffentlichkeit auf das Engagement der
Kirchen für die "Bewahrung der Schöpfung" aufmerksam machen.
(Informationen: Internet: www.kirchen.at).
Symposion im Naturhistorischen Museum
Auch die "Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung" wirbt am 1.
September mit zahlreichen Aktivitäten für die "Bewahrung der
Schöpfung" und lädt zu einem Symposion ins Wiener Naturhistorische
Museum. Zum Thema "Biodiversität. Sicherung der Welternährung?!"
sprechen ab 9 Uhr die deutsche Biologin Christine von Weizsäcker,
der Wiener Moraltheologe Prof. Matthias Beck, der Wiener
Humanökologe Peter Weish und der Steyler Missionar P. Georg
Ziselsberger. Um 18.30 Uhr beginnt in der Wiener Franziskanerkirche
(Franziskanerplatz 4) eine Vesper, die die "Bewahrung der Schöpfung"
in den Mittelpunkt stellt.
Ausgehend vom "Schöpfungstag" setzt die "Arbeitsgemeinschaft
Schöpfungsverantwortung" weitere Initiativen in der
"Schöpfungszeit". So referiert der Theologe und Psychiater Arnold
Mettnitzer im Wiener Don Bosco-Haus über Klimafragen,
Weltwirtschaftskrise und Religionsverlust (19 Uhr). Am 19. September
gibt es - ebenfalls im Wiener Don Bosco-Haus - einen Eltern-Kind-Tag
(16 bis 19 Uhr. (Informationen: Internet: www.argeschoepfung.at).
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