- 20.08.2009, 12:53:01
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FVMI: Tankstellenmargen in Österreich weit unter dem Durchschnitt
Fast nirgendwo in Europa lässt sich mit Treibstoff so wenig verdienen wie in Österreich
Wien (OTS) - Dass in Österreich mit Treibstoff nicht viel zu
verdienen ist, zeigt auch dieses Jahr wieder der internationale
Vergleich der Tankstellenmargen von Wood Mackenzie. Untersucht wurden
laut Berichterstattung die Brutto-Margen in 16 europäischen Ländern,
von Finnland bis Portugal. Im ersten Halbjahr 2009 landete Österreich
im neuesten Ländervergleich bei Eurosuper auf dem 14. Platz, nur in
Schweden und Großbritannien waren die Spannen bei Benzin noch
geringer. Bei den Dieselmargen rangiert Österreich sogar auf dem 16.
und somit letzten Platz. Insgesamt gesehen ist die
Brutto-Tankstellenmarge, die nicht mit dem noch viel geringeren
Gewinn verwechselt werden darf, laut Wood Mackenzie-Studie nirgends
so niedrig wie in Österreich. Die höchsten Brutto-Margen konnten
übrigens für den norwegischen Tankstellenmarkt erhoben werden, wo
diese im ersten Halbjahr 2009 sowohl bei Eurosuper als auch bei
Diesel mehr als doppelt so hoch waren wie in Österreich.
Beweis für überzogene Kritik der Autofahrerclubs
"Die durchschnittlichen österreichischen Treibstoffpreise liegen
im europäischen Mittelfeld und konstant deutlich unter dem
EU-Schnitt. Auch die Verdienstmöglichkeiten sind im
Tankstellengeschäft sehr bescheiden.", erklärt Dr. Christoph Capek,
Geschäftsführer des Fachverbandes der Mineralölindustrie. "Die Studie
von Wood Mackenzie beweist wieder einmal mehr, dass die immergleichen
Angriffe der Autofahrerclubs auf die Mineralölunternehmen vollkommen
überzogen sind und sich offenbar zu einem Volkssport ausweiten." so
Capek weiter.
Spritpreis - wenig Gestaltungsmöglichkeiten
Kurzfristige Dumpingpreis-Aktionen neuer Marktteilnehmer sind das
Ergebnis eines harten Verdrängungswettbewerbs bei stagnierenden bzw.
rückläufigen Verbrauchsentwicklungen und können nicht darüber
hinwegtäuschen, dass die Mineralölunternehmen nur wenige
Gestaltungsmöglichkeiten bei den Spritpreisen haben. Auf Dauer kann
kein wirtschaftlich agierendes Unternehmen Treibstoffe unter dem
Einstandswert verkaufen.
Capek weist zudem darauf hin, dass "die Mineralölindustrie nicht
zuletzt in wirtschaftlich turbulenten Zeiten ihre Verantwortung
wahrnimmt und die Versorgungssicherheit mit Treib- und Heizstoffen
garantiert. Außerdem stellt sie einen wichtigen Wirtschaftsfaktor in
Österreich dar, mit dem tausende Arbeitsplätze verknüpft sind."
Über den FVMI
Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite
Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als
gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und
Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die
Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren
(midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien
verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).
Rückfragehinweis:
Pressestelle Fachverband der Mineralölindustrie ikp Wien PR und Lobbying GmbH Maria Wedenig Liechtensteinstraße 12/10 1090 Wien Tel.: +43 1 5247790-16 mailto:[email protected]
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