• 20.08.2009, 12:32:00
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  • OTS0129 OTW0129

Verdeckte Kommunikation und ihre Folgen

St. Pölten (OTS) - Am 24. September 2009 widmet sich das Symposium
"Steganografie und Technikfolgen" an der Fachhochschule St. Pölten
mit hochkarätigen Vortragenden dieser brisanten Problematik. Die
Anmeldung dafür läuft noch bis 2. September.

Als Steganografie bezeichnet man jene "Kunst", die es möglich
macht, geheime Informationen so zu übertragen, dass ein nicht
eingeweihter Dritter die Existenz dieser nicht bemerkt. Was mehr nach
James Bond klingt, ist allerdings kein Gegenstand der Sozial-,
Geistes- und Kulturwissenschaften, wird aber als altbekanntes
Phänomen der Nichtentdeckbarkeit von Information bei der menschlichen
Wahrnehmung beforscht und behandelt. Ein weiterer charakteristischer
Ausgangspunkt für den geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen
Teil des KIRAS-Sicherheitsforschungsprojektes "StegIT" der FH St.
Pölten beschäftigt sich mit der Technik als "gemachter Umwelt" des
Sozialen. Technik soll zuverlässig und wiederholbar erwünschte
Effekte hervorbringen und möglichst keine unerwünschten Nebenfolgen
zeigen. Daher ist die Frage nach einer "guten Technik" auch eine
normativ zu stellende, die nur im Zusammenwirken mit anderen
Disziplinen zu beantworten ist Das Thema ist die soziale und
gesellschaftliche Geprägtheit von verdeckter Kommunikation sowie die
gesellschaftliche Prägung, welche durch verdeckte Kommunikation
erreicht wird - eine brisante Problematik in Zeiten der virtuellen
Kommunikation.

Nach dem Eröffnungsstatement von FH-Institutsleiter Univ. Doz.
Dipl.-Ing. Dr. Ernst Piller über die Begriffsklärung der
Steganografie referiert beim Symposium Mag. Dr. Walter Peissl von der
Österr. Akademie der Wissenschaften über "Technikfolgenabschätzung
steganografischer Anwendungen". Ao. Univ. Prof. Dr. Peter
Purgarthofer widmet sich danach der Geschichte der verdeckten
Kommunikation und Generalleutnant Peter Prechtl von der
Vollzugsdirektion Wien zeigt Beispiele in seinem Beitrag "Duden für
den Strafvollzug. Ein lebensweltliches Beispiel für linguistische
Steganografie". Nach der Mittagspause entführt dann ao. Prof. Dr.
Christian Grafl vom Institut für Strafrecht und Kriminologie Wien in
die Welt der organisierten Kriminalität mit dem Titel "Organisierte
Kriminalität und Terrorismusbekämpfung. Eine kriminologische
Begriffserklärung". Die soziokulturellen Faktoren beleuchten
anschließend ao. Univ. Prof. Dr. Gerald Steinhardt und Univ-Prof. Dr.
Ina Wagner, beide von der TU Wien.

Mit Spannung erwartet wird dann die abschließende
Podiumsdiskussion zum Thema "Steganografie und Privacy" unter der
Moderation von FH-Rektor Dr. Wolfgang Vyslozil, bei der u.a. der
Sicherheitssprecher der Grünen und Abgeordnete zum Nationalrat Dr.
Peter Pilz mit den Vortragenden diskutieren wird.

Anmeldung:

Sie können sich für das Symposium unter
http://inclusion.fhstp.ac.at/symposium oder per Email an
[email protected] anmelden. Anmeldefrist ist der 2. Sept. 2009.
Die Teilnahme inkl. Verpflegung ist kostenlos.

Weitere Informationen:
http://inclusion.fhstp.ac.at/symposium

Rückfragehinweis:
Fachhochschule St. Pölten, Ilse Arlt Institut, Dr. Manuela Brandstetter, Tel.: +43 676/847228884, e-mail: [email protected]

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