• 18.08.2009, 15:51:18
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Kollektivvertragsverhandlungen in der Druckbranche - Gewerkschaft lehnt Angebot des Verbandes ab

Verhandlungen sind als gescheitert anzusehen, Verband bedauert die Entscheidung der Gewerkschaft

Wien (OTS) - Am Samstag, 1. August 2009, wurde vom Verband Druck &
Medientechnik kurzfristig eine Gesprächsrunde zwischen den
Landesgruppenobleuten des Verbandes und dem Vorsitzenden der GPA-DJP,
Franz Bittner, einberufen. Ziel war es, einen länderübergreifenden
und für alle tragbaren Kompromiss als Entscheidungsgrundlage für die
außerordentliche Hauptvorstandssitzung am 10. August zum Abschluss
eines neuen Kollektivvertrags auszuarbeiten.

Bei der Sitzung des Hauptvorstandes am Montag, 10. August 2009,
wurde ein auf der Gesprächsrunde in Salzburg basierendes und nochmals
aktualisiertes Angebot zum "Kollektivvertrag neu" vom Hauptvorstand
des Verbandes Druck & Medientechnik einstimmig beschlossen.

Dieses Angebot wurde der Gewerkschaft übermittelt, am 12. August
jedoch von den Gremien der Gewerkschaft abgelehnt.

Dazu meint KommR Michael Hochenegg, Präsident des Verbandes Druck
& Medientechnik: "Ich verstehe die Aufregung der Gewerkschaft über
unser Angebot nicht. Die Ergebnisse der Verhandlungen waren bisher -
gerade im Bereich der Tageszeitungen und der Rollenoffsetbetriebe -
äußerst bescheiden und haben trotzdem von uns bereits im Mai eine
Zustimmung erhalten.

Gerade im Bereich des Bogendrucks soll es daher im neuen
Kollektivvertrag Regelungen geben, die auf der Betriebsebene
Flexibilisierungen ermöglichen. Da es aber leider auch absolut
uneinsichtige Betriebsräte gibt, die die dramatische wirtschaftliche
Situation nicht wahrhaben wollen und bei der Umsetzung solcher
Regelungen Besitzstandswahrung betreiben. Unter Berücksichtigung
dieser Tatsache sollen unsere Flexibilisierungsvorschläge von der
zwingenden Anwendung mittels Betriebsvereinbarung entflochten werden
und als Wahlmodell auch durch Einzelvereinbarungen möglich sein.
Unsere Kurie spiegelt die gesamte Branche wider und besteht
gleichermaßen aus Vertretern der Zeitungen sowie der Groß- und
Kleinbetriebe. Eine mehrheitliche - in diesem Fall einstimmige -
Entscheidung muss daher demokratisch zur Kenntnis genommen werden.
Eines muss aber auch ganz klar gesagt werden: Je länger die
Verhandlungen in der Krise andauern, desto größer werden auch die
Forderungen nach notwendigen Kollektivvertragsänderungen in den
Betrieben."

Rückfragehinweis:
Verband Druck & Medientechnik
Mag. Werner Neudorfer, Geschäftsführer, 01/512 66 09
KommR Michael Hochenegg, Präsident, 01 / 512 66 09
www.druckmedien.at

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