- 17.08.2009, 12:42:53
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Falter beklagt Zensur durch Justizministerium
Florian Klenks Homepage intern gesperrt

Wien (OTS) - Mit Erstaunen nimmt die Wiener Wochenzeitung Falter
zu Kenntnis, dass der Zugang zu dem Weblog von Falter Aufdecker
Florian Klenk (www.florianklenk.com) und den dort befindlichen
justizkritischen Artikeln aus dem Falter für alle BMJ-Mitarbeiter und
Gerichtspersonal gesperrt wurde.
Die Begründung des Justizministeriums lautet wörtlich: "Die von
Ihnen angeforderte Seite enthält Inhalte aus den Bereichen
Glückspiel, Computerkriminalität, Pornografie, Soziale Netzwerke und
Phishing. Der Zugriff wurde daher verweigert". Weiters wird vermerkt,
dass alle Zugriffe "automatisch protokolliert" werden und "im Falle
eines konkreten straf- und disziplinärrechtlichen Verdachtes
ausgewertet werden."
Da sich auf dem Weblog weder anstößige "Inhalte aus den Bereichen
Glückspiel, Computerkriminalität, Pornografie, Soziale Netzwerke und
Phishing" oder sonst irgendwelche anstößigen Inhalte befinden,
erachtet der Falter die Sperre als Zensur durch das BMJ. Florian
Klenk hat auf seinem Weblog im Wesentlichen nur seine Berichte aus
dem Falter veröffentlicht. Zugriffe zu anderen Medien werden nicht
gesperrt.
Zu dieser Zensurmaßnahme kommt, dass Florian Klenk trotz
mehrmaliger Anfragen ganz bewusst nicht mehr zu Hintergrundgesprächen
in das Justizressort eingeladen wird.
Der Falter hat kritisch über das Justizministerium berichtet. Kann
das der Anlass sein, allen Justizbediensteten kritische
Berichterstattung vorzuenthalten und den Zugang zu Falter-Berichten
in chinesischer Manier zu blockieren?
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Armin Thurnher
Chefredakteur Falter
Marc Aurelstraße 9, 1011 Wien
Tel: +43-1-53660-917
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