• 03.08.2009, 18:03:00
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ÖSTERREICH: Viertes Spekulations-Papier heißt "Rhinebridge"

ÖBFA-Insider: "Es gab Spekulations-Provisionen in zweistelliger Millionenhöhe"

Wien (OTS) - Das Finanzministerium bestätigt gegenüber der
Tageszeitung ÖSTERREICH (Dienstag-Ausgabe) Insider-Informationen,
wonach das vierte Spekulationspapier der Bundesfinanzierungsagentur
(ÖBFA) "Rhinebridge" heißt. Bisher waren nur die drei Karibik-Papiere
Axon, Mainsail und Golden Key bekannt. Der Staat kaufte 2007 um 159
Millionen Euro das Rhinebridge-Papier von der irischen
Zweckgesellschaft der deutschen Industriebank (IKB). Die Papiere der
nunmehr Pleite gegangene Rhinebridge konnten von der ÖBFA mit einer
Rendite von 0 Prozent bereits abgestoßen werden - da die ÖBFA aber
Kredite für den Kauf verwendete, ergibt sich auch hieraus ein
Verlust.

ÖBFA-Insider sprechen gegenüber ÖSTERREICH jetzt zudem von
Provisionszahlungen in zweistelliger Millionenhöhe und sprechen den
Verdacht von verbotenen Kick-Back-Zahlungen aus. "Warum sollten sich
die Manager sonst extra Kredite zum Spekulieren aufnehmen? Aus Liebe
zum Staatsbudget ja wohl nicht", sagt der grüne Rechnungshofsprecher
Werner Kogler im Gespräch mit ÖSTERREICH.

Gerhard Jarosch, Sprecher der Wiener Staatsanwaltschaft, bestätigt
gegenüber ÖSTERREICH den Eingang der ersten anonymen Srafanzeige
gegen fünf ÖBFA-Manager. Sie wurde an die zuständige
Korruptionsstaatsanwaltschaft weitergeleitet.

Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH
Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]

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