- 03.08.2009, 13:20:53
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FVMI: Treibstoffverbrauch im ersten Halbjahr 2009 rückläufig
Dieselverbrauch sinkt um 5,8% - Benzin mit leichtem Plus - Heizölabsatz steigt
Wien (OTS) - Der österreichische Treibstoffmarkt verzeichnet das
zweite Jahr in Folge insgesamt ein rückläufiges Ergebnis. Nach einem
Minus von über 6 Prozent im 1. Halbjahr 2008 ist der
Treibstoffverbrauch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um
weitere 4,4 Prozent zurückgegangen. Der reduzierte Verbrauch erklärt
sich nach Ansicht des Fachverbandes der Mineralölindustrie (FVMI) in
erster Linie mit dem Rückgang des Großkundengeschäfts. Besonders die
Frächter leiden unter der Finanz- und Wirtschaftskrise, was sich mit
einem deutlichen Minus von 5,8 Prozent beim Dieselkraftstoffverbrauch
zu Buche schlägt.
Ein etwas anderes Bild zeigt sich beim Verbrauch von
Ottokraftstoffen (Normalbenzin, Eurosuper, Super Plus), wo im ersten
Halbjahr 2009 ein leichtes Plus von 0,5 Prozent gegenüber der
Vorjahresperiode erzielt werden konnte. Der OK-Verbrauch lag bei rund
890.000 Tonnen oder 1,2 Milliarden Liter. Davon wurde der größte Teil
(99,6 Prozent) über das öffentlich zugängliche Tankstellennetz an
die Endverbraucher abgegeben.
Der Verbrauch an Dieselkraftstoffen reduzierte sich im ersten
Halbjahr 2009 um 5,8 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode und
betrug laut Marktschätzung des Fachverbandes 2.840.000 Tonnen oder
rund 3,4 Milliarden Liter. 57 Prozent der Dieselmenge wurden über die
2.800 öffentlich zugänglichen Tankstellen vertrieben. Die übrigen 43
Prozent Dieselkraftstoff verkauften die Mineralölfirmen direkt an
Großkunden, wie etwa Transport- und Bauunternehmen oder die
öffentliche Hand.
"Im PKW-Verkehr sind die Rückgänge beim Dieselverbrauch weniger
stark, bei Benzin konnte sogar ein leichtes Plus verzeichnet werden.
So lässt sich die Entwicklung bei Benzin auf die wieder seit längerer
Zeit steigende Nachfrage bei Autos mit Benzinmotoren zurückführen.
Das deutliche Minus beim Dieselverbrauch ergibt sich hingegen
insbesondere aus dem Großkundengeschäft, wo sich in den letzten
Monaten die Situation eher verschärft als entspannt hat", so Dr.
Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachbandes der
Mineralölindustrie.
Heizöl Extra Leicht wieder im Plus - Verbrauch von
Flugturbinen-Treibstoff bricht ein
Bei Heizöl Extra Leicht ergab sich im ersten Halbjahr 2009 mit
einem Absatz von 900.000 Tonnen auch nach 2008 (+29 %) wieder ein
Plus von 8,4 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Heizöl Leicht
kam mit einem Ergebnis von 175.000 Tonnen auf einen Anstieg von 4,8
Prozent (2008 +7 %) gegenüber dem ersten Halbjahr 2008. Beim
Flugturbinentreibstoff belief sich der bisherige Verbrauch in den
ersten sechs Monates des Jahres auf 290.000 Tonnen, das entspricht
einem Minus von 23 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.
Über den FVMI
Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite
Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als
gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und
Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die
Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren
(midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien
verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).
Rückfragehinweis:
Pressestelle Fachverband der Mineralölindustrie ikp Wien PR und Lobbying GmbH Franz Ramerstorfer Liechtensteinstraße 12/10 1090 Wien Tel.: +43 1 5247790-16 Email: [email protected]
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