- 24.07.2009, 11:07:38
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Optiker und Optometristen mahnen scharfes Kontrastsehen ein
Wien (OTS) - Kontraste im Alltag nicht deutlich sehen und erkennen
zu können bedeutet, die Umwelt nur unscharf wahrzunehmen. Reicht
unsere Sehschärfe (Visus) nicht aus, Kontraste sehr gut wahrzunehmen,
stellen sich - abgesehen von der enormen Anstrengung für unsere Augen
- zudem noch ein diffuses Wahrnehmungsgefühl und enorme Unsicherheit
im alltäglichen Leben ein. Das Reaktionsvermögen wird maßgeblich
beeinträchtigt.
Stellen wir uns die Frage was Kontraste überhaupt sind, scheint
die Antwort zunächst sehr einfach. Kontraste entstehen aus
unterschiedlichen Lichteindrücken von nebeneinander- und/oder
aufeinander folgenden Objekten. Helligkeit und Dunkelheit gemeinsam
mit der Intensität der Farbe sind für unser Sehen im Zwielicht, in
der Dämmerung und unter schwachen Lichtverhältnissen entscheidend.
Sie bestimmen die Qualität unserer Kontrastwahrnehmung. Objekte
werden über die Netzhaut erblickt und differenziert. Die Netzhaut ist
in der Lage, Unterschiede in der so genannten Leuchtdichte und in der
Farbe zu erkennen.
Eine nicht mehr passende Brillenkorrektur beeinträchtigt daher den
Seherfolg in einem gefährlichen Ausmaß, warnt Landesinnungsmeister
(LIM) Anton Koller. Die erforderliche Bildschärfe ist nicht mehr
gewährleistet und - was weitgehend unbekannt ist - reduziert daher
auch das Kontrastsehen im Hinblick auf die Hell-/Dunkel-Wahrnehmung,
unterstreicht LIM Koller weiters. Auch bei Kontaktlinsen ist zu
bedenken, dass nicht mehr passende Linsen, zwar in der Stärke noch
stimmen können, aber durch überlangen Gebrauch an Abbildungsqualität
verlieren. Zum Beispiel weil die Oberfläche der Linsen matt wurde
und/oder die Form verloren ging.
Die Gefahr Kontraste z.B. im Straßenverkehr nicht ausreichend zu
sehen, kann durch schwierige Lichtverhältnisse zusätzlich erhöht
werden. Gegenlicht bzw. Blendungen, Dämmerung oder Dunkelheit und
eventuell mangelnde Tiefenschärfe führen oft dazu, Distanzen falsch
einzuschätzen oder Konturen gar nicht zu erkennen. Tätigkeiten des
ganz normalen Alltags können für betroffene Personen zur Mühsal
werden, Reaktionszeiten verzögern sich auf ein unter Umständen
gefährliches Ausmaß.
Für alle Sport- und Freizeitaktivitäten ist der scharfe Blick
ebenso wesentlich. Licht- und Schattenspiel sowie daraus
resultierende Blendungen verzerren oder verwischen oftmals Konturen
und Abbildungen. Das Risiko für Verletzungen im Sport- und
Freizeitbereich erhöht sich dadurch enorm.
Die Art und Weise wie wir im Alltag sehen und wahrnehmen, hängt
SOWOHL von der Sehschärfe ALS AUCH von dem Kontrastsehvermögen ab, so
LIM Kollers Anliegen. Für die Bestimmung des Sehvermögens wird der
kleinste Winkel ermittelt, unter dem ein visueller Reiz erscheinen
muss, um wahrgenommen zu werden. Der Optiker und Optometrist misst,
um wie viel größer ein Objekt mit schlechtem Kontrast sein muss, um
bei adäquater Sehschärfe richtig und gut erkannt zu werden.
Entsprechend ideale Beleuchtung sowie Lichtverhältnisse, auf die wir
achten können, erleichtern das Kontrastsehen erheblich.
Rückfragehinweis:
Anton Koller, MSc. Clinical Optometry, Landesinnungsmeister
Landesinnung Wien der Augenoptiker, Tel.: 01/51450-2208
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