- 24.07.2009, 11:04:45
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Unterschätztes Risiko: Nacht- und Dämmerungssehen
Wien (OTS) - Unzählige FußgängerInnen und AutofahrerInnen verfügen
über eine eingeschränkte Sehkraft und nehmen sie nicht wahr oder
wissen es nicht. Davon betroffen sind Frauen und Männer jeglichen
Alters, aber auch Jugendliche und Kinder. Speziell in der Dämmerung
und in der Nacht sind wir auf eine sehr gute Sehschärfe angewiesen,
um das Geschehen auf unseren Straßen und das damit verbundene Risiko
scharf wahrnehmen zu können. Umso wichtiger ist es sich bewusst zu
machen, welche Leistungen unsere Augen vollbringen und welchen
Anforderungen sie täglich ausgesetzt sind.
Was genau heißt das?
Unter Dämmerungssehen verstehen wir das Sehen bei reduzierter
Lichtintensität. Die Sehschärfe (Visus) verringert sich auf ein
Zehntel der herkömmlichen Tagesschärfe, die Farbwahrnehmungen und
-empfindlichkeiten verändern sich. Die Sehschärfe ist die Messgröße
zur Beurteilung des Sehvermögens und der Sehkraft. Erhöhte Vorsorge
und regelmäßige halbjährliche Kontrollen beim Augenoptiker und
Optometristen reduzieren das zusätzliche Risiko bei mangelhaften
Lichtverhältnissen um ein Vielfaches.
Wann steigt das Risiko?
Besonders ab dem 40. Lebensjahr beginnt sich unsere Sehschärfe zu
verändern. Die Elastizität der Augenmuskulatur und Linsenfasern
verringert sich, die Blendempfindlichkeit nimmt zu. In der Dämmerung
vermindert sich die Sehschärfe zusehends. Die Pupille kann sich
altersbedingt nicht mehr so weit öffnen und sich an
Lichtveränderungen ausreichend anpassen. Weniger Licht dringt zu den
sensiblen Zellen auf der Netzhaut durch. Die Qualität der an das
Gehirn weitergeleiteten Lichtreize nimmt ab. Die Folge ist schlechtes
Sehvermögen in der Dämmerung und in der Nacht. Das Dämmerungssehen
beansprucht sowohl unsere Farbwahrnehmung, als auch unsere Sehschärfe
immens.
Die Herausforderung liegt im Zwischenbereich von Tag- und
Nachtsehen, das sehr stark an die Qualität der Kontrastwahrnehmung
gebunden ist. Je niedriger der Kontrast, desto schlechter wird das
Bild aufgelöst. Die Farbwahrnehmungen beim Dämmerungssehen
verschieben sich in den Bereich der Blautöne.
Mögliche weitere Ursachen für Schwierigkeiten beim Dämmerungssehen
- Fehlsichtigkeit
- Vitamin-A-Mangel
- Trockene Augen durch trockene Luft
- Übermüdung und Überlastung der Augen
- Blendempfindlichkeit
- Kopfschmerzen
- Zu langes Arbeiten am Bildschirm
- Häufiges Fernsehen
- Schlafmangel
- Alkohol- und Nikotinkonsum
"Zum eigenen Schutz und zum Schutz der Anderen lohnt es sich,
achtsam mit Augenlicht und Sehkraft umzugehen", rät
Landesinnungsmeister Anton Koller eindringlich.
Rückfragehinweis:
Anton Koller, MSc. Clinical Optometry, Landesinnungsmeister
Landesinnung Wien der Augenoptiker, Tel.: 01/51450-2208
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