• 21.07.2009, 13:22:54
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Studie: Konsumenten legen immer mehr Wert auf Sicherheit von Lebensmitteln

Karmasin: Rückverfolgbare österreichische Herkunft gilt als wichtiges Kriterium

Wien (OTS/AIZ) - Die Sicherheit von Lebensmitteln wird für die
heimischen Konsumenten immer wichtiger. Als entscheidende Kriterien
gelten dabei vor allem die rückverfolgbare Herkunft, Frische,
natürliche Inhaltsstoffe, aber auch Geschmack, Kennzeichnung und die
Art der Verarbeitung. Österreichische beziehungsweise regionale
Herkunft gilt diesbezüglich als Garant für vertrauenswürdige
Nahrungsmittelqualität. Gütesiegel werden von den Verbrauchern als
wichtige Information gesehen, allerdings sind sie oft zu wenig
darüber informiert, was sie aussagen. Das rot-weiß-rote AMA-Siegel
verfügt über den mit Abstand höchsten Bekanntheitsgrad. Dies geht aus
einer brandneuen Studie hervor, die die Motiv- und Marktforscherin
Sophie Karmasin heute mit Landwirtschaftsminister Nikolaus
Berlakovich präsentierte.

Die im Juni 2009 durchgeführte qualitative Untersuchung hatte das
Ziel, die Definition von Lebensmittelqualität aus Sicht der
Bevölkerung darzustellen. Weiters sollte der Stellenwert des
Konzeptes der Regionalität in der Qualität präzisiert und definiert
werden, informierte Karmasin. "Gesunde Ernährung wird von den
Konsumenten unterschiedlich und vielfältig interpretiert, sie reicht
von natürlichen, frischen Lebensmitteln bis hin zu
abwechslungsreicher Kost, die wenig Fett und Zucker enthält. Obwohl
auf einer kognitiven Ebene gut bekannt ist, wie wertvolle Ernährung
aussieht, werden in der Realität oft andere Aspekte wie der
Geschmack, die bequeme, zeitsparende Zubereitung oder der Preis zu
den entscheidenden Kaufargumenten", so Karmasin.

Erkennbare heimische Herkunft gibt Sicherheit

Die Sicherheit von Lebensmitteln ist der Studie zufolge das
übergeordnete Qualitätskriterium, sie ergibt sich aus verschiedenen
Aspekten. An allererster Stelle rangiert dabei die österreichische
Herkunft, gefolgt von der Frische, der Natürlichkeit und einer
wertvollen Verarbeitung. "Bedingt durch strengere Kontrollen und
Richtlinien als in anderen Ländern werden heimische Lebensmittel als
hochwertiger erlebt, worauf man auch stolz ist", erläuterte die
Marktforscherin. Im ländlichen Bereich und im Westen werde die
regionale Herkunft im Sinne von Umkreis des Wohnortes noch stärker
betont und gefordert.

"Im Zusammenhang mit der österreichischen Herkunft steht die
Frische. Sie verspricht auch einen besseren Geschmack und
ansprechendere Optik. Kurze Transportwege ermöglichen außerdem einen
Beitrag zum Klimaschutz - ein Thema, das zunehmend ins Bewusstsein
der Verbraucher dringt", betonte Karmasin. Natürlichkeit sei
ebenfalls ein Qualitätskriterium, das den ursprünglichen und echten
Wert eines Nahrungsmittels beinhalte.

Zwei Arten von Regionalität

Österreichische Lebensmittel werden laut dieser Untersuchung
sowohl auf einer rationalen als auch emotionalen Ebene sehr positiv
bewertet, sie werden als "Stück Heimat" wahrgenommen. Die strengen
Kontrollen geben überdies Sicherheit, dass diese Produkte höheren
Qualitätsstandards entsprechen. "In Zeiten der Finanzkrise gibt der
Kauf solcher Nahrungsmittel auch das Gefühl, etwas für heimische
Bauern und die Wirtschaft zu tun", interpretierte Karmasin die
Ergebnisse.

Regionale Lebensmittel verfügen in diesem Zusammenhang über eine
sehr hohe Wertigkeit. Der Begriff "Regionalität" wird von den Kunden
allerdings unterschiedlich interpretiert. Die einen verstehen
darunter die nähere Umgebung des eigenen Wohnorts beziehungsweise den
Bauern von nebenan; eine andere Gruppe von Konsumenten meint damit
den Ursprung von typischen Spezialitäten wie etwa Wachauer Marillen
oder Vorarlberger Bergkäse.

"Die beiden Regionalitätskonzepte unterscheiden sich in den
Kaufmotiven: Lebensmittel aus der eigenen Region punkten mit Frische,
kurzen Transportwegen, Gesundheit, Transparenz, Vertrauen und
Sicherheit sowie mit dem guten Geschmack. Diese Erzeugnisse können
aber oft nicht als solche identifiziert werden, außer auf
Bauernmärkten oder beim Ab-Hof-Verkauf", gab Karmasin zu bedenken.
Regionale Spezialitäten ("Schmankerl") gingen eher in Richtung
Kulinarik, Genuss, Geschmack und Tradition, dafür akzeptiere man auch
einen höheren Preis. Beide Arten von Regionsprodukten sollten auch
als solche erkennbar und leichter erhältlich sein, so der Wunsch der
Konsumenten.

AMA-Gütesiegel weist höchste Bekanntheitswerte auf

Einen besonders hohen Grad an Sicherheit vermitteln Gütesiegel bei
Lebensmitteln, wobei jenes der AMA mit Abstand das bekannteste ist,
gefolgt von Bio- und Fair Trade-Siegeln, so das Ergebnis der
Untersuchung. "Man hat aber leider den Eindruck, dass die Fülle an
Gütesiegeln und Kennzeichnungen die Orientierung nicht erleichtert.
Es existieren zu viele Siegel, deren Inhalte, Kontrollen und
Hintergrund nicht durchschaut werden", gab die Studienautorin zu
verstehen. Das AMA-Gütesiegel sei das am stärksten bekannte und
vertrauensvollste Gütesiegel, wobei es von den Konsumenten primär dem
Fleisch zugeordnet werde. Dass es auch für andere Lebensmittel (Milch
usw.) verwendet wird, sei zu wenig bekannt. Darüber hinaus solle sich
die AMA durchaus wehren und entsprechende Klarstellungen vornehmen,
wenn andere Hersteller bewusst ähnliche Siegel verwenden, die
allerdings nicht mit den entsprechenden Qualitäts- und
Kontrollstandards aufwarten können, so Karmasin.
(Schluss) kam

Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/533 18 43, Fax: 01/535 04 38,
Web: aiz.info, mailto: [email protected]

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