• 21.07.2009, 11:36:07
  • /
  • OTS0078 OTW0078

Barbara Prammer ruft zu weltweitem Kampf gegen die Armut auf Volkshilfe präsentiert Kampagne "Für ein Leben ohne Armut"

Wien (PK) - Armut hat viele Gesichter, Armut gibt es hier in
Österreich, aber auch in vielen Staaten der Welt, vor allem in den
Ländern des Südens, die Bekämpfung der Armut habe daher weltweit zu
erfolgen, sagte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer heute
anlässlich der Präsentation der Kampagne der Volkshilfe "Für ein
Leben ohne Armut". Internationale Solidarität dürfe kein
Lippenbekenntnis sein, sondern müsse vielmehr mit konkreten
Tätigkeiten unterstrichen werden, betonte Prammer und wies auf die
Millenniums-Ziele hin, bei deren Umsetzung Österreich, wie sie zu
bedenken gab, "kein leuchtendes Beispiel" sei.

In ihrer Funktion als Volkshilfe-Botschafterin für internationale
Solidarität trat Prammer dafür ein, die Menschen zu sensibilisieren
und den Egoismus zu überwinden. Gerade in einer Zeit der
Wirtschaftskrise dürften die Armen im eigenen Land nicht gegen die
Armen in der Dritten Welt ausgespielt werden, es gehe nicht um ein
Entweder Oder, sondern um ein Sowohl Als auch, betonte sie mit
Nachdruck.

Solidarität ist unteilbar, Armut könne man nur dann bekämpfen, wenn
man sie überall in der Welt bekämpft, stand auch für den Präsidenten
der Volkshilfe Josef Weidenholzer fest. Er erinnerte vor allem daran,
dass die Menschen in den Entwicklungsländern besonders stark unter
den Folgen der Wirtschaftskrise zu leiden haben, und beklagte in
diesem Zusammenhang den Rückgang der öffentlichen Mittel für die
Entwicklungszusammenarbeit. Österreich sei weit entfernt von der
Erreichung der Millenniumsziele. Wenn wir nichts gegen die Armut in
den Entwicklungsländern unternehmen, dann brauchen wir uns nicht zu
wundern, wenn immer mehr Menschen aus der Dritten Welt zu uns
strömen, warnte Weidenholzer.

Der Umstand, dass 2009 erstmals eine Milliarde Menschen an Hunger und
Unterernährung leiden, sei Anstoß für die aktuelle Kampagne gewesen,
erklärte der Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Erich Fenninger. Er
unterstrich die steigende Bedeutung von Programmen der
Entwicklungszusammenarbeit (EZA) für die Menschen des Südens, deren
Lebensbedingungen sich durch die Globalisierung zunehmend
verschlechtert haben. Konkret forderte Fenninger eine deutliche
Erhöhung der bilateral gestaltbaren EZA-Mittel, mehr Kohärenz in der
Entwicklungspolitik sowie einen klaren Stufenplan zur Anhebung der
EZA-Leistung auf das von der Regierung anvisierte Ziel von 0,7 % des
BIP.

HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie - etwas
zeitverzögert - auf der Website des Parlaments im Fotoalbum:
www.parlament.gv.at

Eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272, Fax. +43 1 40110/2640
e-Mail: [email protected], Internet: http://www.parlament.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NPA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel