- 17.07.2009, 12:45:01
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Johannes Hahn: Endspurt für das österreichische Genomforschungsprogramm GEN-AU
Egerth: Aufbau von Spitzenforschungszentren gelungen - Superti-Furga: GEN-AU hat wichtige Ergebnisse gebracht
Wien (OTS) - Mit dem österreichischen Genomforschungsprogramm
GEN-AU (GENome Research in AUstria) wurde 2001 das höchst dotierte
Forschungsprogramm Österreichs gestartet. Bei einer gemeinsamen
Pressekonferenz läuteten nun Wissenschaftsminister Johannes Hahn,
Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der Österreichische
Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) sowie Giulio Superti-Furga,
Geschäftsführer und wissenschaftlicher Direktor des Forschungszentrum
für Molekulare Medizin (Research Center for Molecular Medicine, CeMM)
den "Endspurt" für die dritte und letzte Phase ein.
"Mit GEN-AU ist es uns gelungen, die Biowissenschaften in Österreich
erfolgreich auf- und auszubauen. Das ist wichtig für den heimischen
Forschungsstandort", verwies Hahn auf GEN-AU-Projekte, die auch über
die Grenzen hinweg internationale Beachtung gefunden haben. "Somit
wurde GEN-AU auch zu einem wichtigen Motor für die
Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Spitzenforschung", betonte
der Minister. Auch die internationale Integration ist gelungen,
nannte Hahn Beteiligungen an vier ERA-NETs (Initiative zur
Integration europäischer Forschungssysteme), transnationale
Initiativen und die Förderung transnationaler Projekte.
"Forschung ist Fortschritt und berührt uns alle. Gerade die
Biowissenschaften haben hohe gesellschaftliche, volkswirtschaftliche
und gesundheitliche Relevanz", fuhr Hahn fort. "Die Genomforschung
ist ein wichtiges Fundament der Biowissenschaften und die Ergebnisse
führen in zahlreichen Fällen zu einer breiten Nutzung und Anwendung."
Hahn nannte die Erforschung von Krankheiten wie Krebs, Alzheimer oder
Diabetes als Beispiele. "Im Rahmen von GEN-AU wird für Ihre, wird für
unsere Gesundheit geforscht."
Der hohe Stellenwert von GEN-AU lasse sich auch in Zahlen darstellen,
so der Minister weiter. "Wir haben insgesamt rund 100 Millionen Euro
in die Hand genommen. Bisher gab es 350 Publikationen, mehr als 300
Forschende haben an GEN-AU Projekten mitgewirkt und 30 Patente wurden
angemeldet."
Johannes Hahn betonte weiters: "Das GEN-AU Programm bildet neben dem
thematischen Schwerpunkt der Life Sciences sämtliche Aspekte ab, die
mir als Wissenschafts- und Forschungsminister wichtig sind: Die
Förderung von Frauen, Mobilität und Nachwuchs." Zur Förderung von
Frauen gibt es beispielsweise einen Bonus für Frauen in
Führungspositionen. Weiters bekommen GEN-AU Mitarbeiterinnen einen
Zuschuss zu den Kinderbetreuungskosten. "Der Frauenanteil ist daher
mit 40 Prozent erfreulich hoch, freilich noch mit Potential nach
oben", sagte Hahn. Die Mobilitätsförderung im Rahmen von GEN-AU sieht
Stipendien für Wissenschafter/innen vor, die Forschungsaufenthalte im
Ausland absolvieren.
Bei der Nachwuchsförderung verwies der Minister auf eine eigene
Projektschiene zur Förderung von High Potentials in
Leitungspositionen. "GEN-AU wurde so für zahlreiche
Nachwuchswissenschafterinnen und -wissenschafter zu einem
Sprungbrett." Weiters nannte Hahn die GEN-AU SummerSchool, die 2003
vom Ministerium aus der Taufe gehoben wurde. "Damit bekommen jährlich
zahlreiche Jugendliche die Chance, Praktika in Labors zu machen und
hautnah mit Wissenschaft und Forschung in Berührung zu kommen." Beim
Start waren 17 Jugendliche dabei, aktuell forschen gerade 105 Mädchen
und Burschen in den heimischen Labors, insgesamt haben schon mehr als
400 von diesem tollen Angebot profitiert.
"GEN-AU ist ein Grundlagenforschungsprogramm mit einem starken Fokus
auf Innovation und Verwertung", so die Geschäftsführerin der
Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), Henrietta Egerth. "Wichtig
war uns, dass mit dem Programm kritische Massen erreicht und dadurch
international wettbewerbsfähige Exzellenzzentren in der
Genomforschung gebildet werden konnten. Das konnte durch ein
ausgeklügeltes Programmdesign mit drei Phasen, verschiedenen,
einander ergänzenden Projektarten und eine höchstrangige,
international besetzte Auswahljury erreicht werden."
"Das GEN-AU Programm hat wichtige Ergebnisse und Auswirkungen für die
Vertiefung und Verbesserung der Forschung in den Lebenswissenschaften
gebracht", so Giulio Superti-Furga, Geschäftsführer und
wissenschaftlicher Direktor des Forschungszentrum für Molekulare
Medizin. Das Zentrum für Molekulare Medizin der ÖAW (CeMM) hat über
die drei GEN-AU Phasen Unterstützung für die Epigenetik, Proteomik,
Bioinformatik und Wirkstoff-Genomik Projekte erhalten. "Im Laufe
dieser Projekte konnten wir einen guten Einblick und Überblick über
die Auswirkungen und Konsequenzen dieses Programmes gewinnen", sagte
Superti-Furga.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien Presse: Mag. Elisabeth Grabenweger, Tel.: +43/1/53120-9014, E-Mail: [email protected] Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft Alexander Kosz, Tel.: 0664 8569010, E-Mail: [email protected] Prof. Dr. Giulio Superti-Furga, Wissenschaftlicher Direktor, Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM) der Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) Tel.: +43 1 40160-70 001, Mobil: +43 664 404 23 00, Fax +43 1 40160-970 000, E-Mail: [email protected]
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