- 17.07.2009, 10:38:57
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Rasche Einführung der Mindestsicherung - Schluss mit der Ankündigungspolitik
Immer mehr Menschen wenden sich hilfesuchend an die Caritas
Wien (OTS) - "Immer mehr Menschen brauchen dringend unsere Hilfe.
Als Caritas fordern wir daher die Bundesregierung auf: Keine weiteren
Verzögerungen bei der Mindestsicherung! Die Verantwortlichen in Bund
und Ländern müssen jetzt die entsprechenden Beschlüsse fassen und
nicht irgendwann. Es ist daher völlig unbegreiflich, wieso die
Menschen in ihrer Not und mit ihren Sorgen von der Politik völlig
alleine gelassen werden. Gerade bei der Mindestsicherung ist schon
lange genug geredet worden - Schluss mit der Ankündigungspolitik! Die
rasche Einführung der Mindestsicherung ist eine Frage der
Gerechtigkeit!", so Werner Binnenstein-Bachstein, Generalsekretär der
Caritas der Erzdiözese Wien. Die Einführung der Mindestsicherung mit
1.1. 2010 würde laut Sozialministerium eine wesentliche Hilfe für
rund 270.000 Österreicherinnen und Österreicher bedeuten!
Immer mehr Menschen wenden sich hilfesuchend an die Caritas - der
Spendenbedarf steigt
Die Essensausgaben im Caritasbetreuungszentrum Gruft steigen stark,
denn immer mehr Menschen können sich die grundlegendsten Dinge wie
Lebensmittel nicht mehr leisten. So bleibt der Kühlschrank bei immer
mehr Menschen vor allem zum Monatsende leer. Im Jahr 2000 wurden in
der Gruft 60.500 Mahlzeiten an hilfesuchende Menschen ausgegeben, im
Vorjahr waren es bereits 82.300 Mahlzeiten. Auch im Tageszentrum St.
Josef der Caritas im 18. Wiener Gemeindebezirk beobachtet man die
steigende Not der Menschen mit Sorge. So sind auch hier die
Essensausgaben stark angestiegen. Im Jahr 2008 wurden insgesamt
21.800 Mittagessen an bedürftige Menschen ausgegeben, was einem
Anstieg von rund 10% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Für die
meisten Hilfesuchenden ist es die einzige warme Mahlzeit am Tag. Seit
mehr als 25 Jahren bietet das Tageszentrum St. Josef obdachlosen und
verarmten Menschen konkrete Hilfe an. Bis zu 100 Frauen und Männer
kommen Tag für Tag hierher: Für ein warmes Mittagessen, zum Duschen
oder um sich Kleidung aus dem Spendenlager zu holen. Der große
Andrang hat Spuren hinterlassen. Nach dringend notwendigen
Renovierungsarbeiten reagiert die Caritas auf diese Entwicklung: Nach
der Wiedereröffnung am 15. Juli werden die Öffnungszeiten
ausgeweitet. Ab sofort hat das Tageszentrum an sieben Tagen geöffnet
(statt wie bisher an fünf Tagen). Gleichzeitig steigt dadurch der
Spendenbedarf massiv.
"Gerade in der Wirtschaftskrise braucht es neben dringenden,
staatlichen Konjunkturpaketen auch eine neue Kultur der Solidarität:
Persönliches Engagement ist jetzt besonders gefragt. Mit unserer
Arbeit wollen wir als Caritas verändern und die konkrete Not
konkreter Menschen lindern. Wenn die Not und Armut der Menschen
gerade in der Wirtschaftskrise stark zunimmt, steigt auch der
Spendenbedarf enorm", so Binnenstein-Bachstein abschließend.
Caritas-Spendenkonto
PSK 7.700.004, BLZ 60.000
Rückfragehinweis:
Mag.(FH) Klaus Schwertner
Pressesprecher Caritas der Erzdiözese Wien
Tel.: +43 (0)1/878 12-221, Mobil: +43 (0)664/848 26 18
mailto:[email protected]
www.caritas-wien.at
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