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Zug, Schweiz (ots) - EU-Energiekommissar Andris Piebalgs und
Matthias Warnig, Vorsitzender der Geschäftsführung der Nord Stream
AG, haben heute die Bedeutung der Nord Stream-Pipeline für die
Versorgungsicherheit der Europäischen Union bekräftigt.
Warnig hat den Kommissar in einem Gespräch über die jüngsten
Entwicklungen in den Genehmigungsverfahren informiert. Das Vorhaben
hat bedeutende Fortschritte gemacht. Es wird erwartet, dass die
nationalen Genehmigungen aus Russland, Finnland, Schweden, Dänemark
und Deutschland bis Ende des Jahres erteilt werden. Der Baubeginn ist
für Anfang 2010 geplant.
Matthias Warnig begrüßte die kürzlich unterzeichnete
internationale Vereinbarung, die den Weg für die Umsetzung der
Nabucco-Pipeline ebnen soll. Nord Stream und die Europäische
Kommission stimmen überein, dass Europa neue Versorgungsrouten,
insbesondere für Erdgas, benötigt.
"Die Europäische Kommission stand der Nord Stream-Pipeline immer
aufgeschlossen gegenüber. Mit deren Fortschritt und der
Unterzeichnung des Regierungsabkommens für Nabucco unternimmt Europa
entscheidende Schritte zur Sicherung künftiger Energielieferungen.
Beide Projekte genießen die uneingeschränkte Unterstützung der
Europäischen Kommission", unterstrich Andris Piebalgs, EU-
Energiekommissar.
Matthias Warnig betonte: "Wenn wir die künftige Versorgungslücke
in Europa schließen wollen, müssen wir die Investitionen in den
Ausbau der Energieinfrastruktur erhöhen. Nord Stream wird maßgeblich
daran mitwirken, den Energiebedarf einer Reihe von EU-Staaten zu
decken."
Nord Stream und Nabucco werden gemeinsam einen wichtigen Beitrag
leisten, eine drohende Unterversorgung der europäischen Erdgasmärkte
abzuwenden. Eine Vielzahl von geplanten Infrastrukturprojekten -
Nabucco und andere Erdgaspipelines eingeschlossen - sowie der Ausbau
der Nutzung erneuerbarer Energien sind notwendig, um den künftigen
Energiebedarf Europas zu decken.
Hinweise für Journalisten:
Nord Stream ist eine Erdgaspipeline, die Russland und die
Europäische Union durch die Ostsee verbindet. Der Jahresbedarf an
Erdgasimporten in die Europäische Union, im Jahr 2005 rund 314
Milliarden Kubikmeter, wird bis zum Jahr 2025 auf 509 Milliarden
Kubikmeter anwachsen. Das bedeutet, dass der jährliche Importbedarf
ab 2025 um nahezu 200 Milliarden Kubikmeter höher ist (Quelle:
Europäische Kommission/DG-TREN, 2007). Durch die Verbindung der
größten Gasreserven der Welt mit dem europäischen Gasleitungsnetz
wird Nord Stream etwa 25 Prozent des zusätzlichen Gasimportbedarfs
der Europäischen Union decken können. Das Projekt wird ein
bedeutender Beitrag zur langfristigen Sicherung der Gaslieferungen
und ein Meilenstein für die Energiepartnerschaft zwischen der
Europäischen Union und Russland sein.
Die Pipeline mit einer Gesamtlänge von über 1.220 Kilometern soll
2011 zunächst mit einer jährlichen Kapazität von etwa 27,5 Milliarden
Kubikmetern in Betrieb gehen. In der zweiten Phase soll die
Transportkapazität mit einem weiteren Leitungsstrang auf rund 55
Milliarden Kubikmeter pro Jahr verdoppelt werden.
Die Nord Stream ist ein internationales Joint Venture, das zur
Planung, zum Bau und zum anschließenden Betrieb der neuen Pipeline
durch die Ostsee gegründet wurde. OAO Gazprom ist mit 51 Prozent an
dem Gemeinschaftsprojekt beteiligt, BASF/Wintershall AG und E.ON
Ruhrgas AG mit je 20 Prozent sowie N.V. Nederlandse Gasunie mit 9
Prozent.
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Deputy Communications Director,
Mobil: +41 79 295 96 08
Sebastian Sass,
Nord Stream, Head of EU Representation,
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