• 16.07.2009, 13:08:19
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FORMAT: ÖIAG-Chef Peter Michaelis warnt vor einer Auflösung der ÖIAG

"Investoren könnten Angst bekommen, dass mit ihrem Geld Beschäftigungspolitik betrieben wird."

Wien (OTS) - "Wer glaubt, dass Amtsträger eines Ministeriums - die
in ihren Bereichen exzellente Arbeit leisten - die Aufgaben genauso
gut wahrnehmen können, unterliegt einer völligen Fehleinschätzung",
wehrt sich ÖIAG-Chef Peter Michaelis in ungewöhnlicher Schärfe gegen
den Vorstoß von Bundeskanzler Werner Faymann, die
Verstaatlichtenholding auflösen zu wollen. Und er warnt: "Gäbe es bei
den ÖIAG-Beteiligungen den direkten Durchgriff der Politik, wäre das
Risiko groß, dass sich Investoren zurückziehen, weil sie Angst haben
könnten, dass mit ihrem Geld Beschäftigungspolitik betrieben wird."

Bereits im Jahr 2006 habe er, so Michaelis im FORMAT-Interview,
darauf gedrängt, dass die AUA einen Partner an Bord hole. Das sei von
der Politik abgelehnt worden. Trotz der herben Kritik des Kanzlers
denke der ÖIAG-Chef nicht an aufgeben: "Ich will meinen Vertrag bis
2011 erfüllen."

Rückfragehinweis:
FORMAT Wirtschaft
Andreas Lampl, 21755/4130

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