- 08.07.2009, 10:07:50
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China im Aufbruch - Erneuerbare als Wirtschaftsmotor
China peilt über 25 % des Energieverbrauchs aus Erneuerbaren an
Wien (OTS) - Chinas Politik vollzieht derzeit den Wandel hin zur
Technologie- und Marktführerschaft bei erneuerbaren Energien. "Der
Ausbau erneuerbarer Energien ist seit einigen Jahren ein Schwerpunkt
in der Politik Chinas. 2007 wurde eine Universität gegründet - die
North China Electric Power University -, die sich mit 700 Professoren
und über 20.000 Studenten mit den Themen Energie aus Wind, Wasser,
Biomasse und Sonnenstrahlung beschäftigt," so der Vorsitzende des
Österreichischen und Europäischen Biomasse-Verbandes, Dr. Heinz
Kopetz, über die enormen Entwicklungen im Ausbau erneuerbarere
Energien in China.
Sektorale Programme für erneuerbare Energien
China entwickelte in den letzten Jahren eine Reihe von sektoralen
Programmen für den Ausbau erneuerbarer Energien:
- Ein Ausbauprogramm für Wind wurde mit dem Etappenziel gestartet, 100.000 Megawatt Windkraft zu installieren. - China ist überdies schon heute der weltweit größte Hersteller von Solarkollektoren - China ist außerdem in der Produktion von Bestandteilen der Photovoltaik-Industrie sehr aktiv. - Gerade auch die Technologieentwicklung bei der Strohverbrennung macht China in diesem Bereich führend und sorgt dafür, dass riesige Mengen Stroh, die früher einfach auf den Feldern abgebrannt wurden, einer energetischen Nutzung zugeführt werden. Die Nutzung von Stroh sorgt für ein Zusatzeinkommen der Bauern und schafft zehntausende Arbeitsplätze.
Diese Programme würden in Summe reichen, um mit erneuerbaren
Energien mehr als 25 % des aktuellen Energiebedarfs Chinas zu decken.
Österreich sieht weitgehend nur zu
Während China bei der Entwicklung von Biotreibstoffen der zweiten
Generation auch im Forschungsbereich durch Kooperationen etwa mit
schwedischen Unternehmen neue Wege sucht, steht zumindest die
Ökostromproduktion in Österreich still. "Die Rahmenbedingungen fehlen
in Österreich völlig, hier liegt viel Potenzial brach, das nicht
genutzt wird. Ein Ökostromgesetz, das für investitionsfreundliche
Bedingungen sorgt, wäre ein Schlüssel zum Erfolg," so Kopetz weiter.
Doch nicht alle Projekte in China sind perfekt und müssen auch
kritisch betrachtet werden. So sind die Wirkungsgrade ohne fehlende
Wärmenutzung bei der Stromerzeugung aus Biomasse noch relativ niedrig
und Emissionen werden bei weitem nicht so streng bewertet wie etwa in
Österreich. "Doch diese Probleme sind den Chinesen bewusst und
keineswegs egal. Hier wird intensiv an Lösungen gearbeitet, die diese
Schwierigkeiten beseitigen sollen," zeigt sich Kopetz optimistisch.
"Doch wirklich beeindruckend ist die Umsetzungsgeschwindigkeit, mit
der Projekte in Forschung und Praxis entwickelt werden, da können wir
uns einiges abschauen. In den nächsten Jahren ist ein Wettlauf um
Exportmärkte für erneuerbare Energietechnologien zu erwarten. Wer
hier durch Schnelligkeit und rasche Expansion die Nase vorn hat, wird
riesige Marktchancen vorfinden " zieht Kopetz für Österreich Bilanz.
Einen Vortrag von Dr. Kopetz zu diesem Thema und nähere
Informationen finden Sie unter: www.biomasseverband.at
Rückfragehinweis:
DI Gregor Grill Österreichischer Biomasse-Verband Franz Josefs-Kai 13 A-1010 Wien Tel: +43-1-533 07 97-25 Fax: +43-1-533 07 97-90 E-Mail: [email protected] Web: www.biomasseverband.at
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