• 07.07.2009, 11:37:05
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Lebensgefährlich: Spiritus verwandelt Griller in Brandbomben

Wien (OTS) - Im Zusammenhang mit dem Qualitätstest von
Grillfleisch, der heute von der Arbeiterkammer Oberösterreich
präsentiert wurde, weist die Allianz Versicherung auf weitere
Gefahren hin: und zwar, wie sich unvorsichtige Grillmeister
verbrennen können - gesundheitlich und finanziell.

Heuer hat das Grillen bereits mehrere Schwerverletzte gefordert.
Vielen kann es nämlich beim Grillen gar nicht schnell genug gehen.
Also kommen oft auch "Hilfsmittelchen" zum Einsatz - Brennspiritus
zum Beispiel. Ein paar Tropfen auf die Kohle, ein Streichholz sorgt
für die erste kleine Explosion. Geht es immer noch zu langsam,
schüttet der Hobbykoch den Spiritus vielleicht direkt aus der Flasche
in die Glut. Schwere Verbrennungen sind bei solchen Experimenten mit
"Flüssigsprengstoff" bereits vorprogrammiert. Für Flucht ist es
schnell zu spät sein.

Zwei Drittel der Opfer sind Männer

Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit erleiden jährlich rund 500
Österreicher Brandverletzungen beim Grillen und landen im Krankenhaus
- nicht selten sogar auf der Intensivstation. Die Opfer sind
vorwiegend Männer: zwei Drittel. Viele stehen dann auch vor ernsten
finanziellen Problemen, wenn sie keine private Unfallversicherung
abgeschlossen haben: Denn die gesetzliche Krankenversicherung zahlt
bei Freizeitunfällen nur die Behandlungskosten. Wenn über diese
Basisleistung hinausgehende Kosten anfallen, müssen sie - sofern man
nicht zusätzlich privat unfallversichert ist - aus der eigenen Tasche
finanziert werden. Das kann - zum Beispiel im Falle der
Dauerinvalidität - eine schwere und lebenslange finanzielle Belastung
für die ganze Familie bedeuten.

Hochexplosives Gemisch

"Brandbeschleuniger wie Spiritus, Benzin, Alkohol, Petroleum und
dergleichen haben in der Nähe von offenem Feuer oder anderen
Wärmequellen überhaupt nichts verloren", warnt Mag. Xaver Wölfl,
Service-Experte der Allianz. Bei der Verdunstung flüssiger
Brennstoffe entstehe ein hochexplosives Gas-Luft-Gemisch, das mehrere
Meter Durchmesser erreichen könne. Schon ein kleiner Funke reiche
aus, um die Gaswolke zu entzünden.

Leicht vermeidbares Risiko

Dabei wären die meisten schweren Grillunfälle durch die Verwendung
geeigneter Anzündhilfen einfach zu vermeiden. Damit der Grillgenuss
ohne Verdruss über die Bühne geht, gibt es im Handel Anzündwürfel
oder -riegel, Grillpasten, flüssige Spezial-Anzünder, elektrische
Grillanzünder etc. "Von gefährlichen Anzündhilfen sollte man
unbedingt die Finger lassen", so Wölfl.

Falls trotz aller Vorsicht etwas passiert, ist rasche Hilfe
notwendig: Denn ab 10 Prozent verbrannter Körperoberfläche ist die
Sache ein Fall für den Notarzt. Bei Kindern sogar schon ab 5 Prozent!

Links:

Kuratorium für Verkehrssicherheit: Richtig löschen
http://www.kfv.at/?id=803

Verbrennungen: Prävention und Erste Hilfe
http://www.brandverletzt.info/

Grillen. Brand- und Verletzungsursachen im Garten
http://www.ots.at/redirect.php?grillen1

Verbrennungen - klinische Neunerregel
http://www.ots.at/redirect.php?verbrennung

Erste Hilfe bei Brandverletzungen
http://www.brandverletzte.at/bv_askdoc/firstaid_start.htm

Allgemeine Informationen zu Brandverletzungen
http://www.brandverletzte.at/bv_askdoc/info_start.htm

Rückfragehinweis:

Dr. Marita Roloff
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft
   Allianz Elementar Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
   Hietzinger Kai 101-105
   1130 Wien
   Tel: 01/878 07 - 80726, Fax: - 40261
   E-Mail: [email protected] 
   Internet: www.allianz.at

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