LH Pühringer: Bundeslehrer könnten von Ländern übernommen werden
Oö. Landeslehrer sammelten 8000 Unterschriften gegen Übernahme in das Bundesdienstrecht
Linz (OTS) - Wie die Rundschau am Sonntag in ihrer aktuellen
Ausgabe berichtet, schlägt Oberösterreichs Landeshauptmann Josef
Pühringer vor, dass die Bundeslehrer in das Landeslehrerdienstrecht
übernommen werden. Dies ist seine Antwort auf die Reformvorschläge
von Bundesministerin Claudia Schmied, das Lehrerdienstrecht
bundesweit zu vereinheitlichen. "Wenn es eine große Reform gibt,
wären die Länder bereit, die Lehrer der höheren Schulen, wie zum
Beispiel die der allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) und die der
berufsbildenden höheren Schulen (BHS), zu übernehmen." Das
"entsprechende Geld" müsse den Ländern vom Bund allerdings mitgegeben
werden.
Die oberösterreichischen Landeslehrer wehren sich bereits gegen
Schmieds Vorstoß, in das Bundesdienstrecht übernommen zu werden. Sie
haben 8000 Unterschiften gesammelt und diese an Pühringer bereits
übergeben. Der Landeshauptmann ortet bei Schmied, dass diese die
"alleinige Macht übernehmen" wolle.
Dass Schulen und Schuldirektoren mehr Autonomie bekommen sollten, wie
beispielsweise in der Einstellung und Auswahl der Lehrer, sei für
Pühringer "durchaus ein Weg", der ersthaft diskutiert werden sollte.
Es müsse aber ein System sicher stellen, dass auch "gute" Lehrer in
entlegene, ländliche Gebiete gingen.
"Es ist ein Irrglaube, dass der Zentralismus billiger kommt", sagt
Pühringer zur Rundschau am Sonntag. "Zentralistische Systeme bekommen
binnen kurzer Zeit immer einen Wasserkopf und sind wesentlich
komplizierter." Die Schulen brauchten außerdem Lehrer, die sich mit
dem Land, in dem sie unterrichten würden, identifizieren.
Markus Käferböck
0664/827 1005













