• 30.06.2009, 12:20:09
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Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar "Der fremde Klang des Kärntnerlieds" (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe, 30. Juni 2009

Klagenfurt (OTS) - Flüchten möchte man vor diesem Ungeist,
flüchten vor der seelischen Verarmung, die sich darin ausdrückt.
Flüchten vor dem Ansinnen, ein Schild auf Kärntner Wirtshäusern
herbeizuboykottieren oder aufzustellen, auf dem steht: "Zutritt für
Asylanten verboten".

Handeln und Diktion solcher Prägung hat dieses Land in seiner
grauenerregendsten systematischen Mutation zu einem entmentschen
Antlitz"erlebt, hinter sich gelassen aber nicht. Damals schlossen
sich die Türen vor anderen in sauberer ideologischer Kleinarbeit
kreierten Sündenböcken. Jetzt fehlt nur das sichtbare Stigma für
alle, die sich nicht als Zuwanderer zu erkennen geben.

Zähe offizielle Diffamierung vom Fremden im Tausch gegen eigenes
Polit-Kleingeld verfehlt ihre Wirkung nicht, nicht hier. Noch weniger
das beredte Schweigen jener "Multiplikatoren", von denen eine Flucht
nach vorne nottäte, ein klares Wort mitten am Stammtisch. Befremdet
von dieser Fremde erstirbt einem das letzte Kärntnerlied auf den
Lippen.

Rückfragehinweis:

Neue Kärntner Tageszeitung
   Viktringer Ring 28
   9020 Klagenfurt
   
   Mag. Michaela Geistler-Quendler
   Tel.: 0463/5866-514
   E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KTI

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