OTS0149 / 30.06.2009 / 11:56 / Channel: Chronik / Aussender: Gebietskrankenkasse Oberösterreich
Stichworte: Finanzen / Gesundheit / Krankenkassen / Medizin / Oberösterreich


OÖGKK-Obmann zuversichtlich zum Kassensanierungspaket =


   Utl.: Zusammenarbeit statt Zwist 
 =
   Linz (OTS) - Die OÖGKK steht voll hinter dem von ihr maßgeblich
mitverhandelten Kassensanierungspaket. OÖGKK-Obmann Felix
Hinterwirth, der die Arbeitsgruppe "Finanzstruktur und
Finanzkonsolidierung" geleitet hat, sieht in der neuen Kultur des
fairen Umgangs zwischen Ärzten und Krankenkassen den entscheidenden
Durchbruch: "Wir haben in kurzer Zeit ein beachtliches
Kostensenkungspaket geschnürt - und zwar so, dass es zu keinerlei
Leistungsverschlechterung für die Patienten kommt. Das war nur
möglich, weil wir erstmals gemeinsam mit den Ärzten an einem Strang
gezogen haben." Mit dem kurz- und mittelfristig wirksamen
Sanierungspaket hat die Sozialversicherung den Auftrag von
Gesundheitsminister Stöger innerhalb der gesetzten Frist bis 30. Juni
erfüllt. 
   "Es hat uns geholfen, dass Gesundheitsminister Stöger den Auftrag
zu den Sanierungsmaßnahmen von Anfang an in Richtung Dialog
formuliert hat", betont OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth. Das
vorliegende Paket sei aber definitiv noch keine Gesundheitsreform,
sondern eine kurz- und mittelfristig wirksame Maßnahme auf der
Kostenseite. 
   Seitens des Bundes wurde zugesagt, im Gegenzug zu wirksamen
Kostendämpfungen den Krankenkassen auch durch zusätzliche Mittel zu
helfen, und nicht zuletzt einen Ausgleich für finanzielle Belastungen
der vergangenen Jahre zu schaffen. Das angegebene
Kostendämpfungspotenzial ist für den OÖGKK-Obmann ambitioniert, aber:
"Wenn wir nun auch auf Bundesebene die Vertragsärzte im Boot haben,
wenn sie gemeinsam mit der sozialen Krankenversicherung mehr
Verantwortung für die Qualität und Finanzierbarkeit des Gesamtsystems
übernehmen, dann haben wir wirklich einen großen Hebel bewegt." 
   Für die anstehende Gesundheitsreform hofft Felix Hinterwirth auf
drei Faktoren: "Erstens funktionieren Reformen im Gesundheitssystem
nicht durch Befehl und Weisung, sondern nur auf Basis der fairen
Einbeziehung aller wesentlichen Akteure. Zweitens muss die soziale
Krankenversicherung als mit Abstand größter Finanzier im
Gesundheitswesen von Anfang an eingebunden sein - vergangene
'Reformen' wurden ja sozusagen auf unsere Kosten verhandelt. Und
drittens müssen die Reformgespräche auf Basis von klaren Zielen im
Sinne von Gesundheitszielen, Versorgungsqualität und Finanzen
erfolgen." Sparen allein kann für den OÖGKK-Obmann kein sinnvolles
Ziel einer Gesundheitsreform sein. 
Rückfragehinweis:
   OÖ Gebietskrankenkasse
   Referat Öffentlichkeitsarbeit
   Mag. Harald Schmadlbauer
   Tel: 05 78 07 - 10 22 01
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