• 27.06.2009, 20:47:08
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Neue Kärntner Tageszeitung - Kommentar: Hauptsache nebensächlich (von Claudia Grabner)

Ausgabe 28. Juli 2009

Wien (OTS) - Je real grauslicher es wird, desto größer ist der
Zwang wegzuhören. Derisch sein auf gut Kärntnerisch. Konjunkturelle
Talfahrt? Ja sicher, aber man hat sich abgefunden. Korrupte
Milliardenflüsse? Ja, aber man kann eh nichts machen. Ein ausufernder
Schuldenberg? Ja, aber wir sind machtlos dagegen. Der resignierende
Mensch - er wacht erst auf, wenns kurios wird. Oder skurril. Oder
sonst wie nebensächlich. Wie etwa bei Dichands Wunsch nach einer
Pröllschen Machtaufteilung. Dann ganz plötzlich sind die
Lebensgeister geweckt, es groteskelt wie zu Nestroys Possenzeiten.

Da tüfteln also die Parteien an präsidialen Strategien und
pfeifen auf jede reale Grauslichkeit (weil sich die hoffentlich von
alleine lösen?). Jedenfalls lassen die Staatsverantwortlichen trotz
Warnrufen sämtlicher Experten wissen: "Um über die Finanzierung der
Megakrise nachzudenken - das hat Zeit bis nach der Krise." Genau
diese Logik hat uns in all die Turbulenzen hineingeführt. Nachdenken,
wenn nichts mehr geht ...

Rückfragehinweis:

Neue Kärntner Tageszeitung
   Viktringer Ring 28
   9020 Klagenfurt
   
   Mag. Claudia Grabner
   Tel.: 0463/5866-532
   E-Mail: [email protected]

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