• 26.06.2009, 13:34:45
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Heimische Milchbauern haben 2008/09 ihre Quoten um 33.033 t überschritten

Überschussabgabe von EUR 9,2 Mio. an die EU abzuführen

Wien (aiz.info) - Die österreichischen Milchbauern haben im Ende
März abgelaufenen Quotenjahr 2008/09 die zur Verfügung stehende
Anlieferungs-Garantiemenge um insgesamt 33.033 t oder 1,2%
überschritten. Daraus resultiert eine Überschussabgabe in der Höhe
von EUR 9,2 Mio., die an die EU abzuführen ist. Für geringere
Quotenüberschreitungen ist dabei eine Zusatzabgabe von 5,775 Cent/kg
zu zahlen, für Überlieferungsmengen von mehr als 16,47% wird eine
"Superabgabe" von 8,25 Cent/kg verrechnet. Dies geht aus den
endgültigen Ergebnissen für das Quotenjahr 2008/09 hervor, die
nunmehr von der Agrarmarkt Austria veröffentlicht wurden.

Laut AMA stand im abgelaufenen Milchwirtschaftsjahr eine nationale
Quote für Lieferungen an Molkereien (A-Quote) in der Höhe von
2,755.299 t zur Verfügung. Inklusive der Umwandlungen von
Direktvermarktungsquoten in A-Quoten (beziehungsweise umgekehrt)
ergab sich eine gesamte verfügbare Lieferquote von 2,755.036 t.

Tatsächlich wurden von den heimischen Milchbauern nur 2,711.100 t
geliefert. Da jedoch der Fettgehalt dieser Rohmilch mit
durchschnittlich 4,2% über dem Referenzwert von 4,03% lag, ergab sich
daraus ein Zuschlag im Umfang von knapp 77.000 t, womit sich die
fettkorrigierte Anlieferung auf 2,788.068 t summierte. Daraus
resultiert eine saldierte Überlieferung von 33.033 t. Multipliziert
mit 27,83 Cent je kg ergibt sich eine Überschussabgabe von insgesamt
EUR 9,2 Mio. Zum Vergleich: Im vorangegangenen Quotenjahr 2007/08
betrug diese Abgabe rund EUR 23,7 Mio.

Höhere Überlieferungen werden schärfer geahndet

Seit dem Quotenjahr 2006/07 werden in Österreich stärkere
Überlieferungen mit einer höheren Zusatzabgabe belegt, um die
Mengensteuerung besser in den Griff zu bekommen. Dazu wird in einem
komplizierten Berechnungsverfahren ein sogenannter
"Zuweisungs-Prozentsatz" ermittelt, der diesmal 16,4721% ausmacht.
Für Überlieferungen bis zu diesem Prozentsatz zahlen die Bauern eine
Basis-Überschussabgabe von 5,775 Cent je kg. Für Mengen, die darüber
liegen, wird eine höhere Zusatzabgabe von 8,25 Cent je kg verrechnet.

Im abgelaufenen Quotenjahr 2008/09 waren unter insgesamt 42.007
bäuerlichen Milchlieferanten 21.281, die ihre Kontingente um
insgesamt 147.523 t überschritten und 19.175, die sie um 113.952 t
unterliefert haben; weitere 1.551 Lieferanten hielten ihre A-Quote
exakt ein.

Von den Betrieben, die ihre Quoten überschritten haben, zahlen
16.697 eine Basis-Überschussabgabe im Gesamtwert von knapp EUR 4,2
Mio. Weitere 4.584 Betriebe haben ihre Quoten stärker übertroffen und
werden daher mit einer erhöhten Zusatzabgabe von insgesamt EUR 5,1
Mio. belastet. Diese Abgabe ist von den Molkereien einzuheben und an
den Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft abzuführen.
(Schluss) kam

Rückfragehinweis:
aiz.info - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel.: 01/533 18 43
Fax: 01/535 04 38
Web: aiz.info
mailto: [email protected]

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