• 20.06.2009, 16:54:07
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ÖAAB-Bundestag IV - Spindelegger: Der Mensch im Mittelpunkt - ÖAAB Partner für die Arbeitnehmer

Leistungsbereitschaft fördern - Bildungskonzept für die Zukunft erarbeiten - „Forum Socialis“ ins Leben rufen

Wien, 20. Juni 2009 (ÖVP-PD) „Der ÖAAB hat Wandel und Zukunft
nie als Feind, sondern als Herausforderung erkannt. Das ist unser
Schlüssel zum Erfolg“, so der designierte ÖAAB-Bundesobmann Dr.
Michael Spindelegger in seiner Rede am 25. Ordentlichen Bundestag
des ÖAAB. „Wir stehen vor vielen Herausforderungen und vor der
Bewältigung einer Krise, wo es neue Antworten braucht. Unsere
Arbeitswelt, unser Verständnis von Arbeit, unsere Politik wird sich
neuen Fragen stellen müssen“, betonte der designierte ÖAAB-Obmann.
„Arbeit ist nicht nur Lohnerwerb, sondern bedeutet Anerkennung und
Verwirklichung des Einzelnen in der Gesellschaft, es geht hier auch
um Selbstverwirklichung“, so Spindelegger weiter. „Wir wollen für
die Leistungsorientierten die ersten Ansprechpartner sein“,
unterstrich Spindelegger. „Der ÖAAB muss breiter werden und sich
für neue Gruppen öffnen.“ ****

„Eine menschliche Marktwirtschaft und eine soziale
Leistungsgesellschaft bedeuten mehr betriebliche
Selbstverantwortung“, so Spindelegger, der betonte, dass
Flexibilität keine Einbahnstraße sein dürfe: „Es braucht
Flexibilität, die auch der Arbeitgeber an den Tag legt.“ Um die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf Realität werden lassen zu
können, erwarte er sich auch von den Arbeitgebern eine
Vorbildwirkung. „Es braucht eine Partnerschaft, wo Arbeitnehmer und
Arbeitgeber auf Augenhöhe sind“, sagte Spindelegger. Das Ziel sei
Wohlstand und Chancen für alle, dafür gelte es zu kämpfen.
„Eigentum für alle und nicht nur für wenige muss das Ziel des ÖAAB
sein. Die Beteiligung am Gewinn und am Kapital ist ein Gebot der
Stunde“, so Spindelegger weiter.

Die Arbeitswelt von morgen sei auf kreative, leistungsbereite
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angewiesen.
„Leistungsorientierung erfordert aber auch Mitarbeiterbeteiligung,
das ist zukunftsorientiert“, so Spindelegger weiter. Die
Zurückhaltung und sogar Ablehnung der Sozialdemokraten sei hier
nicht nachvollziehbar, so Spindelegger, denn Mitarbeiterbeteiligung
sei „ein Gebot der Zeit und wird ein Erfolgsrezept für unsere
Mitarbeiter sein“.

Als erstes Projekt, als erste Forderung will Spindelegger ein
„Forum Socialis“ ins Leben rufen, bei dem er auch seine Kontakte
als Außenminister einbringen werde, um gemeinsam Konzepte für die
Zukunft zu erarbeiten und Ideen zu sammeln. „Wir wollen etwas
bewegen, den Weg nach vorne mitbestimmen, gerade jetzt“, so
Spindelegger. „Das ist meine erste Forderung, die ich mit Euch
gemeinsam verwirklicht sehen möchte.“

„In Österreich waren unser Schlüssel zum Erfolg stets die gut
ausgebildeten und fleißigen Menschen, das muss auch so bleiben“, so
Spindelegger, der für ein Bildungskonzept der Zukunft plädierte,
denn „ich verstehe Bildung als Aufstiegsleiter“. Der designierte
ÖAAB-Obmann weiter: „Wir brauchen die große Kompetenz der
Pädagogen, weil sie unsere Kinder auf den Arbeitsmarkt
vorbereiten.“ Daher sollen all jene Pädagogen, die wir kennen,
eingeladen werden, „eine Bildungskonzeption auf den Tisch zu legen,
die sich sehen lassen kann“.

Angesichts der Krise wolle der ÖAAB der Partner für die
Angestellten sein. „Ich sehe bei den Betriebsbesuchen und im
Gespräch oft Sorgen um die Zukunft. Sorgen nicht nur um den
Arbeitsplatz, sondern auch um die Zukunft im Allgemeinen. Ich bin
erst gestern aus dem Europäischen Rat zurückgekehrt, und weiß, es
wird nichts so bleiben, wie es vorher war und es wird unsere
Aufgabe sein, dieses neue System mit zu gestalten.“

„Wir wollen auf unsere Grundsätze zurückgreifen, wo der Mensch
im Mittelpunkt steht. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Grundsatz
wieder mit Leben zu erfüllen“, betonte Spindelegger.

Seine Nominierung zum ÖAAB-Bundesobmann bezeichnete
Spindelegger als „große Herausforderung und Ehre. Das ist
Basisarbeit, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, es gilt
etwas zu tun in diesem Land.“ Besonderen Dank für die vielen
inhaltlichen Begegnungen und das gemeinsame Erkämpfen von
Standpunkten sprach Spindelegger Fritz Neugebauer aus, dieser sei
„ein Kämpfer“. Abschließend betonte Spindelegger: „Wir wollen näher
zu Menschen hin, die mitten im Leben stehen. Wir wollen die
Menschen begleiten und ihnen helfen. Und wir müssen selbstbewusst
eine Pionierrolle einnehmen: kreativ und kämpferisch für die
gemeinnützige Leistungsgesellschaft eintreten. Ich bitte Euch für
mich und mein Team um große Unterstützung und freue mich auf die
Zusammenarbeit.“

Rückfragehinweis: ÖAAB-Bundesleitung, PR & Kommunikation, Tel.: 01
/ 40 141 224, Fax: DW 229, [email protected], www.oeaab.com

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