- 18.06.2009, 12:19:31
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Gastlehrer an Tuberkulose erkrankt
Gesundheitsdienst der Stadt Wien (MA 15) untersucht
Wien (OTS) - Ein Gastlehrer, der im Rahmen eines Sprachprogramms
an Wiener Volksschulen tätig ist, ist an Tuberkulose erkrankt. Da die
ärztliche Abklärung gleich bei Beginn der ersten Symptome erfolgte,
konnte die Erkrankung rasch erkannt werden. Der Gesundheitsdienst der
Stadt Wien (MA 15) hat nach der Meldung des Erkrankungsfalles
unverzüglich mit den Schulen Kontakt aufgenommen und die Eltern
wurden über die nun beginnenden Untersuchungen der SchülerInnen, in
deren Klassen der Lehrer unterrichtete, informiert. Für Fragen von
SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern steht ein Team der MA 15 in den
Schulen zur Verfügung.
"Ein großer Teil der SchülerInnen hatte zwar nur einen kurzen
Kontakt, dennoch ist eine fachärztliche Abklärung vorgesehen",
erklärt Dr.in Ursula Karnthaler, Leiterin des Fachbereichs
Infektionsvorsorge in der MA 15. Die nun erforderliche
Umgebungsuntersuchung wird bei Kindern und den LehrerInnen
durchgeführt. In diesem Rahmen werden ein Lungenröntgen und ein
Tuberkulinhauttest gemacht. Mit ersten Befunden wird Mitte nächster
Woche gerechnet. "Für uns ist es wichtig, die Eltern noch vor Beginn
der Ferienzeit über die Ergebnisse zu informieren", betont Dr.in
Karnthaler, "daher werden die Untersuchungen jedenfalls bis
Schulschluss abgeschlossen sein."
Der Ablauf einer Umgebungsuntersuchung erfolgt nach festgelegten
internationalen Standards und ist abgestimmt auf den spezifischen
Krankheitsverlauf der Tuberkulose. Aufgrund der langsamen Vermehrung
der Tuberkulosebakterien dauert es mehrere Wochen bis eine Ansteckung
festgestellt werden kann, manchmal sogar bis zu zwölf Wochen. Deshalb
wird in der Regel die Umgebungsuntersuchung zwei Mal im Abstand von
ca. drei Monaten durchgeführt.
Tuberkulose - Infektion und Behandlung
Generell gehört die Tuberkulose nicht zu den leicht
übertragbaren Erkrankungen. Je enger der Kontakt zur erkrankten
Person war, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken,
denn die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Bei einem
kurzen Kontakt in geschlossenen Räumen ist die Wahrscheinlichkeit der
Ansteckung eher gering. Selbst ein sehr enger Kontakt zu einer an
Tuberkulose erkrankten Person führt nicht immer zu einer Ansteckung.
"Von den angesteckten Personen wird nur maximal jede bzw. jeder
Zehnte im Laufe des Lebens tatsächlich erkranken", erklärt
Karnthaler. Nur etwa fünf bis zehn Prozent der Angesteckten erkranken
im Laufe ihres Lebens.
Die Tuberkulose ist durch mehrmonatige Antibiotikagabe gut
behandelbar. Eine Kombination von mindestens drei verschiedenen
Medikamenten muss eingenommen werden. Ziel der Behandlung ist die
Vernichtung der Tuberkulosebakterien, dann wird die Krankheit
ausheilen.
Bei folgenden Symptomen sollte im Rahmen einer Untersuchung eine
Lungentuberkulose ausgeschlossen werden: Husten, Gewichtsabnahme,
Appetitlosigkeit, Müdigkeit, leichtes Fieber, Nachtschweiß.
Erkrankungen an Tuberkulose müssen der Gesundheitsbehörde
gemeldet werden. So können Infektionsquellen und Personen, die durch
Ansteckung selbst erkrankt sein können, durch Umgebungsuntersuchungen
entdeckt und behandelt werden.
In Österreich ist die Tuberkulose eine seltene Krankheit
geworden. Im Vorjahr erkrankten in Wien 169 Personen an offener
Tuberkulose. Die Tuberkulose ist durch spezielle Antibiotika gut
behandelbar. (Schluss) baj
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/ Susanne Rother Magistratsabteilung 15 - Gesundheitsdienst der Stadt Wien Telefon: 01 4000-85240 Mobil: 0676 8118 85240 E-Mail: [email protected] www.wien.gv.at/ma15/index.htm
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