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Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Kosten und Wert einer Demokratie (von Ralf Mosser)
Ausgabe 18. Juni 2009
Klagenfurt (OTS) - Jahrelang wurde den Politikern vorgeworfen,
dass sie zu viel verdienen. Daraufhin folgte bei den Volksvertretern
eine Nulllohnrunde der anderen, das Bezüge- und das Pensionsgesetz
wurden geändert. Die Folge: Ein Bankmanager verdient mehr als zehnmal
so viel wie der Bundeskanzler. Das Ergebnis: Unser Land wird
zunehmend von Selbstdarstellern, Beamten aus der zweiten Reihe und
Leuten, die sich die Politik leisten können, regiert.
In den vergangenen Tagen ist die Erhöhung der Kärntner
Parteienförderung ins Visier der öffentlichen und veröffentlichten
Meinung geraten. Es stimmt, die Erhöhung in einer
Nacht-und-Nebel-Aktion war eine Sauerei, und das Ausmaß ist - nicht
nur in Zeiten der Krise - sehr hinterfragenswürdig. Prinzipiell
sollte uns die Demokratie jedoch etwas wert sein und daher etwas
kosten dürfen. Sonst werden in Zukunft nur noch Parteien regieren,
die von finanzkräftigen Lobbys unterstützt werden. Das Ergebnis: Die
Demokratie würde zwar nichts mehr kosten, wäre aber auch nichts mehr
wert.
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
mailto:[email protected]
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