• 17.06.2009, 11:36:52
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Schmied: Bildungswesen muss Stück für Stück verändert werden!

"Wirtschaft baut auf Bildung" - Diskussionsveranstaltung des Renner Instituts Wien, des Sozialdemokratische Wirtschaftsverbands Wien und der SPÖ-Mariahilf

Wien (SPW) - Zum Thema "Wirtschaft baut auf Bildung" diskutierten
Dienstagabend im Haus der Chemiegewerkschaft in der Stumpergasse
Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied, die Leiterin der
Bildungsabteilung in der AK Mag.a Gabriele Schmid, der Präsident des
sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands und Landtagsabgeordnete
Fritz Strobl, der Bildungssprecher der SPÖ Wien und
Landtagsabgeordnete Heinz Vettermann sowie der Referatsleiter für
Bildungspolitik des ÖGB Ing. Alexander Prischl.****

In ihrem Beitrag hob Ministerin Schmied hervor, dass es ab September
2009 243 neue Mittelschulen geben werde, und dass somit über 20.000
Kinder von der neuen Situation profitieren würden. Außerdem hielt sie
fest, dass ein grundsätzlicher Wandel des Bildungswesens nicht durch
eine "große Reform" möglich sei, sondern, dass Stück für Stück
Veränderungen herbeigeführt werden müssten.

Neben den bisher durchgeführten Reformen, wie der Senkung der
Klassenschülerhöchstzahl und der Erhöhung der Anzahl an Lehrern,
stellte Schmied zwei ihrer nächsten Projekte vor: Ein neues
Dienstrecht für neue LehrerInnen mit attraktiverem Einstiegseinkommen
und einer flacheren Verdienstkurve. Und weiters die gemeinsame
Ausbildung für alle Lehrberufe: Schmied zeigte sich überzeugt, dass
eine gemeinsame Lehrberufsausbildung etwaige Standesdünkel aufhebe.
Als zusätzlichen Vorteil fügte sie an, dass dadurch auch die
Ausbildung für QuereinsteigerInnen möglich sei. Inkludiert in der
Ausbildung sollen aber auch die KindergartenpädagogInnen sein.

Landtagsabgeordneter Fritz Strobl wies in seinem Statement vor allem
darauf hin, dass sich die Wirtschaft an den Versäumnissen in der
Ausbildung stoße. So könne es nicht sein, dass ein Lehrling die
Grundrechnungsarten nicht beherrsche. Außerdem äußerte er den Wunsch
nach einem branchenbezogenen Entlastungsfonds, der die ausbildenden
Klein- und Mittelbetriebe schützen soll, wenn diese Lehrlinge
ausbilden, die dann im Anschluss abgeworben werden.

Zum Abschluss der Diskussion kündigte Ministerin Schmied noch an, ein
Gütesiegel für Schulen einzuführen. Dieses sollen jene Schulen
erhalten, die sich durch ihre Ganztagsbetreuung und das Programm für
ihre SchülerInnen auszeichnen. Wichtigste Botschaft der Ministerin in
diesem Zusammenhang: Dies geschehe unabhängig davon, ob es eine
Schule des Bundes oder der Länder sei, denn diese Unterscheidung
interessiere die Bevölkerung nicht. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ-Wien
Tel.: ++43/ 01/ 53 427-222
mailto:[email protected]
http://www.wien.spoe.at

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