• 13.06.2009, 11:38:00
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  • OTS0029 OTW0029

Scheele: Geplante Änderung der NÖ Pflegheimverordnung bringt Verschärfung der Aufnahmekriterien

Auswirkungen auch auf Personal und ambulanten Bereich zu befürchten

St. Pölten, (SPI) - Die derzeit geplante Änderung der
NÖ-Pflegeheimverordnung sieht vor, dass künftig nur noch PatientInnen
ab Pflegegeldstufe vier, das bedeutet einen permanenten Pflegebedarf
von mindestens 160 Stunden im Monat, in einem NÖ Pflegeheim
aufgenommen werden können. Bisher konnten Personen ab Pflegestufe
drei in ein Pflegeheim gehen. " Eine Verschärfung der
Aufnahmekriterien wie die nun vorgesehene erfordert begleitende
Maßnahmen. Jedenfalls ist sicherzustellen, dass in besonderen Fällen,
wie Demenz oder sozialer Indikation, auch Personen mit niedriger
Pflegestufe aufgenommen werden können. Außerdem ist davon auszugehen,
dass dadurch die Arbeitsbelastung in den Heimen steigt. Hier muss
dafür Sorge getragen werden, dass entweder mehr Personal oder
entsprechende Unterstützung der Pflegekräfte vorhanden ist. Außerdem
muss man auch damit rechnen, dass durch diese Änderung in der
Pflegeheimverordnung die Nachfrage nach den Sozialen- und
Sozialmedizinischen Diensten steigen wird. Auch diesem Umstand muss
durch eine Aufstockung der Kapazitäten und der Mittel Rechnung
getragen werden. Ebenso ist der rasche Ausbau der kompensierenden
Angebote, wie Tagespflege, Kurzzeitpflege und Übergangspflege
wichtig", so NÖ Soziallandesrätin Mag. Karin Scheele kritisch zu der
geplanten Verordnung.****

"Jedem Menschen ein Altern in Würde und einen so weit wie möglich
selbstbestimmten Lebensabend zu ermöglichen, muss eines unserer
vorrangigsten Ziele sein. Daher ist auch im Umgang mit der Einstufung
von Pflegefällen und der Beurteilung hinsichtlich der Erfüllung von
Aufnahmekriterien natürlich besondere Sensibilität der zuständigen
Behörden gefordert. Denn es geht hier schließlich nicht um Nummern
und Fälle, sondern um die Schicksale von Menschen, die unsere Hilfe
benötigen", so LRin Mag. Scheele abschließend.
(Schluss) kr

Rückfragehinweis:

SPÖ-NÖ-Landtagsklub
   Mag. Andreas Fiala
   Pressesprecher
   Tel: 02742/9005 DW 12794
   Mobil: 0664 20 17 137
   mailto:[email protected]

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