"Spital 2009" - Die ELGA in der Umsetzung: erste Erfahrungen mit Pilotprojekten - BILD
Wien (OTS) - Vom 19. bis 20. Mai 2009 trafen sich über 100
Experten auf der "Spital 2009" in Wien. Zwei Fachkonferenzen am
selben Ort zur gleichen Zeit gab Führungskräften und
IT-Verantwortlichen aus den österreichischen Spitälern sowie der
Industrie die Möglichkeit zum Wissenstransfer und Ideenaustausch in
netter Atmosphäre.
Dipl.-Ing. Harald Gaugg (Gesundheitsfonds Steiermark), Dr. Martin
Gleitsmann (Wirtschaftskammer), Dr. Harald Mayer (Österreichischen
Ärztekammer) sowie Dr. Michael Heinisch (Vinzenz-Gruppe) diskutierten
zum Auftakt der Veranstaltung über die Finanzknappheit im
Gesundheitswesen sowie Auswirkungen der aktuellen Wirtschafts- und
Finanzkrise auf die Defizitentwicklung der Krankenkassen. Darüber,
dass es zu Einsparungen kommen muss, waren sich alle Beteiligten
einig. Über den Weg dahin stritt und diskutierte man auf der "Spital
2009" lebhaft.
In der Umsetzung der ELGA liegt eine Möglichkeit
Effizienzpotenziale zu heben. Nicht aber ohne die nötigen
Strukturanpassungen im österreichischen Gesundheitswesen, so Dr.
Schanner von der Arge Elga. Trotz Verzögerung bei der
Beschlussfassung zur ELGA haben in der Zwischenzeit Spitäler und
Gesundheitsdienste-Anbieter Projekte zur Vernetzung des intra- und
extramuralen Bereichs begonnen.
Eine ELGA im Miniformat stellte Dr. Schabetsberger von der UMIT am
Beispiel des Gesundheitsnetzwerkes Tirol (GNT) vor. ELGA-kompatibel
durch IHE-konformität waren Schlagworte die zeigten, auch ohne
politische Vorgaben geht die praktische Umsetzung des ELGA-Gedankens
in Österreich voran und das zur Zufriedenheit der
Projektverantwortlichen.
Wie sich Patienten im ELGA-Netzwerk identifizieren lassen erklärte
Dr. Theo Wilhelm von der ITH icoserve technology for healthcare GmbH
den interessierten Zuhörern und demonstrierte die künftigen Aufgaben
von Krankenhausinformationssystemen (KIS) in einer stark vernetzten
Gesundheitslandschaft. Die Kis wird künftig nicht nur Informationen
innerhalb eines Spitals verwalten sondern dafür Sorge tragen, dass
Patientendaten auch Spitalsübergreifend zugänglich sind.
Zahlreiche Aussteller wie T-Systems, IBM oder Alcatel-Lucent
Austria stellten auf der Spital Lösungen vor, die die ELGA optimal
(aus)nutzen. Den Zugang zur digitalen Gesundheitswelt erhalten Ärzte
und Patienten über Terminals in Spitälern oder über web-basierende
Portal-Systeme vom heimischen Rechner aus. Neue Märkte erschließen
und die Nachfrage nach mehr Gesundheitsdienstleistungen befriedigen
ist Ziel und zugleich Hoffnung einer stark wachsenden
Gesundheitsindustrie.
Neben der Effizienzsteigerung durch eine homogene
IT-Infrastrukturen standen Themen wie die Einführung und Umsetzung
von OP-Management, Auswirkungen des Anti-Korruptionsgesetzes auf den
medizinischen Alltag sowie Diskussionen zum Nutzen von
Gesundheitszentren und mögliche Probleme bezüglich des Datenschutzes
bei der ELGA-Umsetzung im Fokus der Veranstaltung.
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