• 27.05.2009, 09:21:38
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AK Test: Gehaltskonto mit teuren Nebenspesen 1

Große Unterschiede bei Guthaben- und "Minuszinsen"

Wien (OTS) - Ein Gehaltskonto kostet für einen durchschnittlichen
Nutzer 71 Euro im Jahr - mit 240 Buchungen und Kontoführungsgebühr.
Das zeigt ein aktueller AK Test von 41 Gehaltskonten bei 20 Banken in
Wien. Die Guthabenzinsen sind im Keller, die Minuszinsen sind hoch.
"Konsumenten sollten auf teure Nebenspesen beim Konto achten, etwa
wenn sie einen Zahlschein bar am Bankschalter einzahlen", rät Harald
Glatz, Leiter der AK Konsumentenpolitik.

Bei den zwölf Konten mit Einzelverrechnung liegen die jährlichen
Kosten für einen Normalnutzer (240 Buchungen pro Jahr und
Kontoführungsgebühr) bei 47,23 Euro (BAWAG - Konto für Preisbewusste)
bis 157,21 Euro (Bank für Tirol und Vorarlberg, Gehaltskon-to).
Konten mit Pauschalpreisverrechnung kosten null (easybank - easy
gratis; bankdi-rekt.at - Konto in Verbindung mit einem weiteren
Produkt und Gehaltseingang von min-destens 1.500 Euro monatlich) bis
175 Euro (UniCredit Bank Austria - Erfolgskonto Gold). "Der Trend
geht zu Konten mit Pauschalpreisverrechnung", sagt Glatz. "Achtung,
hier gibt es große Unterschiede, welche Leistungen in einem
Pauschalkonto enthalten sind und welche extra verrechnet werden."

In der Kontoführungsgebühr kleinerer Pakete sind zumeist
automatisierte Buchungen, Internetbanking, Kontoauszüge per
Kontoauszugsdrucker und eine Bankomatkarte enthalten. Teurere Pakete
inkludieren auch Dauerauftragsänderungen, beleghafte Buchun-gen und
Kreditkarten mit und ohne Versicherungsschutz.

Die Guthabenzinsen betragen 0,125 bis 1,75 Prozent. Wer mit seinem
Konto ins Minus rutscht (innerhalb des vereinbarten Kontorahmens),
zahlt 7,25 bis 13,25 Prozent. Wer sein Konto über dem Kontorahmen
überzieht, zahlt noch mehr drauf! Überziehungen über den Kontorahmen
können zusätzlich zu den Überziehungszinsen bis zu fünf Prozent an
Strafzinsen ausmachen. Das kann laut AK Test im günstigsten Fall bis
zu 12,25 Pro-zent Zinsen, im teuersten Fall bis zu 18,25 Prozent
Überziehungszinsen ausmachen.

"Nebenspesen schlagen sich teuer zu Buche", sagt Glatz. Wer einen
Zahlschein (auf ein institutsfremdes Konto) bar einzahlt, hat Spesen
von zwei bis sieben Euro. "Auch die Schließung des Gehaltskontos kann
mitunter kostspielig werden - bis zu 25 Euro", so Glatz.

Die AK hat im April die Preise von 41 Gehaltskonten bei 20 Banken
mit Filialen in Wien und Online-Banken erhoben. Davon werden zwölf
Konten mit Einzel- und 29 mit Pauschalpreisverrechnung angeboten.

(Forts.)

Rückfragehinweis:

Doris Strecker
   AK Wien Kommunikation
   tel.: (+43-1) 501 65-2677
   tel.: (+43)664 845 41 52
   mailto:[email protected] 
   wien.arbeiterkammer.at

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