- 25.05.2009, 14:03:51
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FP-Jung zu Gratiskindergarten: Große Versprechungen von Häupl und nichts dahinter
Gratiskindergarten ist unhaltbares Versprechen
Wien, 25-05-2009 (fpd) - "Große Versprechungen und nichts
dahinter", so bezeichnete der Gemeinderat der FPÖ-Wien, Mag. Wolfgang
Jung den Inhalt der von Bürgermeister Häupl an alle Wienerinnen und
Wiener verschickten Briefe mit der Ankündigung des
Gratiskindergartens ab Herbst 2009 für alle Kinder. Von Häupl höre
man nur große Töne, aber nichts Konkretes. Zudem sei der rasche
Meinungswandel des Bürgermeisters durchaus beeindruckend, lehnte er
die alte freiheitliche Forderung nach gebührenfreiem
Kindergartenbezug noch im Juli 2008 als "Förderung der Reichen"
klassenkämpferisch ab, so werde nun mit der Einführung des
Gratiskindergartens laut SPÖ der Mittelstand gefördert. Wie schnell
Häupl seine Meinung ändern kann, habe man auch im Fall Laska gesehen.
Bis zuletzt wurde behauptet, Laska bleibe im Amt - die Wiener
Stadtregierung bleibe bis zur Wahl unverändert, sang- und klanglos
sei die Vizebürgermeisterin allerdings dann doch in der Versenkung
verschwunden, so Jung im Zuge der Debatte im Gemeinderat.
Mit der Einlösung des Gratiskindergarten-Versprechens hapert es
jedenfalls gewaltig, denn woher das fehlende qualifizierte Personal
kommen solle, sei durch und durch unklar. In Wien komme es vor, dass
eine Pädagogin mit 25 Kindern, die 12 Sprachen sprechen, arbeiten
muss. Hier könne man nur noch von Beaufsichtigen sprechen. Außerdem
würden sich etwa 350 Kindergartenpädagoginnen in Wien wegen
schlechter Arbeitsbedingungen und mieser Bezahlung abmelden. Alleine
140 seien im Vorjahr nach Niederösterreich übersiedelt, kritisiert
Jung. Dies sei jedoch nicht das einzige Problem in dieser Causa.
Schon jetzt müssten zahlreiche Schulklassen aus Platzmangel in
Blechcontainer gequetscht werden. Daher stelle sich die Frage, wo
denn die geeigneten neuen Räumlichkeiten für die zusätzlichen Gruppen
aus dem Boden gestampft werden. Auch sei unklar, wie das Großprojekt
Gratiskindergarten finanziert werde. Am Ende werden viele Eltern vor
dem Kindergarten stehen und zu hören bekommen: "Es tut uns leid -
kommen Sie nächstes Jahr wieder!", vermutet Jung.
Ein weiteres unhaltbares Versprechen von Häupl an die Bürger Wiens
sei die Aussage in der Tageszeitung "Der Standard" vom 27.03.2009.
Häupl hatte versichert, dass in 1 ½ Jahren kein Kind in die
Volksschule kommt, das nicht Deutsch kann. Dabei würden zahlreiche
Experten bestätigen, dass ein Jahr Sprachförderung viel zu wenig sei.
Er, Jung, wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass gerade
Häupl sich beharrlich weigere, einheitliche, nachvollziehbare und
verpflichtende Sprachtests vor Schuleintritt einzuführen und das
Nichtbestehen mit Zurückweisung zu sanktionieren.
Wien brauche dringend Lösungen in allen Bereichen. Was Wien
allerdings im Übermaß von der Bürgermeisterpartei erhalte, seien
leere Versprechungen auf Hochglanzpapier, Auslagerungen von
Problembereichen, um sie der Kontrolle des Rathauses zu entziehen,
Vertuschen von Skandalen, Nepotismus bei der Personalpolitik sowie
Unfähigkeit bei der Lösung der Zentralprobleme dieser Stadt, nämlich
Migration und Kriminalität. Die unzureichenden Versuche, durch
halbherzige Übernahme Freiheitlicher Vorschläge - auch in der
Kindergartenpolitik - das Ruder herum zu reißen, werde Häupl
jedenfalls nicht gelingen. Die Rechnung dafür werde er auch bald
erhalten. Jetzt sei es Zeit für einen Wechsel in Wien, schließt Jung.
(Schluss) hn
Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798
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