• 24.05.2009, 08:00:00
  • /
  • OTS0004 OTW0004

"profil": Deutscher Arbeitgeber-Chef kritisiert Österreichs Bankgeheimnis

Dieter Hundt gegen Vermögensteuern - Faymann-Kurs "Vorbild für SPD"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil"spricht sich Dieter Hundt,
Präsident der "Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeber" (BDA), für
"nüchterne und sachliche Verhandlungen" über eine Änderung des
österreichischen Bankgeheimnisses aus: "Es gab Vorgänge rund um
deutsche Staatsbürger und Geldanlagen auch in Österreich, die
zumindest Anlass geben, sich das Ganze genauer zu betrachten." Dass
das Bankgeheimnis auf österreichische Staatsbürger beschränkt wurde,
sei ein "Schritt in die richtige Richtung".

Hundt lehnt - mit Ausnahme des Banksektors - staatliche
Beteiligungen an von der Krise betroffene Unternehmen, wie etwa am
deutschen Autokonzern Opel, ab. "Dies wäre der Anfang einer
Wettbewerbsverzerrung und eines Überbietungswettbewerbs, den wir
nicht bestehen könnten."

Energisch wehrt sich Hundt im "profil"-Interview gegen die
Einführung von Vermögensteuern. "Für mich ist das nichts anderes als
ein Schüren der Neidreflexe, was zur Überwindung der Krise nicht
hilft. In Deutschland fordert die SPD eine höhere Besteuerung der so
genannten Reichen. Dabei bezahlen in Deutschland zehn Prozent der
oberen Einkommensbezieher bereits über 50 Prozent des
Einkommensteueraufkommens." Er hoffe, dass Bundeskanzler Werner
Faymann mit seiner Ablehnung der Vermögensteuern zum "Vorbild für die
SPD" wird.

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PRO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel