- 22.05.2009, 14:03:27
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Kultur - SP-Woller: "Misstrauensantrag gegen Kulturstadtrat Mailath-Pokorny ist nicht nachvollziehbar"
Wien (SPW-K) - "Der Misstrauensantrag der Grünen und der ÖVP gegen
Kulturstadtrat Mailath-Pokorny ist nicht nachvollziehbar, sagt der
Vorsitzende des Kulturausschusses, SP-Gemeinderat Ernst Woller. "Die
Stadt Wien nimmt Kontrollamtsberichte sehr ernst. Viele der
Vorschläge des Kontrollamtes sind - wie auch dem Kontrollamtsbericht
zu entnehmen ist - in Umsetzung. Durch personelle Erneuerungen,
insbesondere durch die Einsetzung einer neuen Geschäftsführung mit
neuen Verträgen, wurde bereits ein sicht- und spürbarer Reformkurs
eingeleitet. Die neue Geschäftsführung ist seit 1. Juli 2008 im Amt
und hat seitdem eine Reihe von Strukturmaßnahmen gesetzt, die vom
Kontrollamt auch positiv bewertet wurden", sagt Woller.
Nach der ausführlichen und sehr sachlichen Diskussion des
Kontrollamtsberichtes bei der vorwöchigen Sitzung des
Kontrollausschusses der Stadt Wien sei die jetzige Vorgangsweise der
Grünen und der ÖVP ein sehr leicht durchschaubarer Versuch, mit
dieser Diskussion politisches Kleingeld zu wechseln, sagt Woller.
"Offensichtlich ist dieser gemeinsame schwarz-grüne Antrag ein
weiteres Zeichen für gegenseitige Vorleistungen einer Koalition
zwischen ÖVP und Grünen."
Die Entscheidung, einen Musiktheaterkonzern zu etablieren, der
verschiedene Formen des Musiktheaters abdeckt, wäre richtig gewesen,
merkt Ernst Woller an: "Das Theater an der Wien als Opernhaus läuft
übrigens sensationell gut ebenso das Raimundtheater mit seinem
klassischen Musical. Das Ronacher hat als RonacherMobile
Erfolgsproduktionen wie 'Die Weberischen' herausgebracht, die von der
Volksoper in ihr Repertoire übernommen wurde. 'The Producers' war ein
großer Erfolg bei der Kritik und wird derzeit vom Berliner Publikum
euphorisch gefeiert, erklärt Woller. "Einleuchtend ist aber auch,
dass das Ronacher für seine Neupositionierung Zeit braucht. Das ist
ein ganz normaler, international üblicher Vorgang", stellt der
Ausschussvorsitzende fest.
Zum Umbau des Ronachers hält Woller fest, dass der vorgegebene
Kostenrahmen eingehalten wurde. Im Gegensatz zu Beispielen für
Kulturbauten in anderen Städten, bei denen es zu Kostenexplosionen
kam - etwa der Elb-Philharmonie in Hamburg: "Die Funktionssanierung
des Ronacher hat ein prächtiges historisches Theater auf heutigen
technischen Musiktheaterstandard gebracht, das Haus ist durch die
Sanierung erstmals auf technisch höchstem Niveau", stellt Ernst
Woller klar.
(Schluss)
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