• 20.05.2009, 12:11:27
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"Elternbildung auf neuen Wegen - Spielend leichter lernen in Kindergarten und Schule"

Vortragsabend mit Irmgard Baum am 18. Mai 2009 in der Wirtschaftskammer Judenburg

Graz (OTS) - Die Berufsgruppe der Steirischen Kindergarten- und
Hortpädagoginnen veranstaltete am 18. Mai 2009 in Zusammenarbeit mit
dem Bezirksschulrat in der Wirtschaftskammer Judenburg einen
Vortragsabend mit der bekannten Referentin Irmgard Baum zum Thema
"Elternbildung auf neuen Wegen - Spielend leichter lernen in
Kindergarten und Schule".

Die Vortragsbesucher, davon zum Großteil Eltern und PädagogInnen
unterschiedlichster Bildungseinrichtungen, lauschten konzentriert den
Darbietungen von Irmgard Baum.

In abwechslungsreicher Folge von Vortrag und lebendigen Spielen,
an denen die Zuhörer mit viel Begeisterung teilnahmen, zeigte Frau
Baum was man unter reformpädagogischem Lernen verstehen kann.

Dass sich das Kind von Geburt an in die Welt spiegelt, dass
Reizüberflutung und Gewaltmodelle Kinder ohne konstante und stabile
Basis aggressiv machen - dass Studien belegen, dass der Fernsehkonsum
im Kleinkindheitsalter statistisch eindeutig mit den späteren
Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen einhergeht, und dass
die Kriegsbegeisterung in der Erwachsenenwelt auf Skepsis und
Ablehnung stoßt, und warum sich nur wenige die Frage stellen, warum
Gewaltakte und Kriege im Kinderzimmer durch Videos und Filme, bei
denen lebensnah Opfer gejagt, gequält und getötet werden, erlaubt
sind - waren wichtige Themen des Vortragsabends.

Baum ging auch der Frage nach, ob brisante Ego-Shooterspiele - bei
denen das spielende Kind in einer hochgradig real aufbereiteten
virtuellen Welt Menschen foltert und umbringt - Eltern und andere
beteiligte Erwachsene einfach kalt lassen?

Die Mehrheit der Kinder hat heutzutage einen eigenen Fernseher mit
Videogeräten und PC. Kinder und Jugendliche konsumieren trotz der
Alterssperre filmisch aufbereitete Gräueltaten - Bilder, die sie gar
nicht sehen dürften. Hier hat sich ein auf die Masse von
Jugendlichen zugeschnittener Markt entwickelt, der für die
Produzenten hohe Gewinne einspielt, die sie wieder für Gegenstudien
ausgeben und auf diese Weise versuchen, revolutionäre
neurowissenschaftliche Erkenntnisse über Nervenzellen,
Spiegelneuronen, ADHS, eingeschränkte Bewegungs- und
Sprachentwicklungen - also neuronale Netzwerke und ihre
Funktionsmechanismen, in Frage zu stellen.

Inwieweit Gifte in der Nahrung sich im Gehirn- und
Hormonstoffwechselbereich durch Konzentrations- und Merkstörungen
bemerkbar machen, war ebenso Inhalt des Vortrags wie der Hinweis auf
die Wichtigkeit der spielerischen Bewegung in der Natur oder welch
großartige Hilfe der befreiende MIDDLE EASTERN WOMAN DANCE vielen
Mädchen und Frauen schon gebracht hat.

Frau Baum zitierte eine Studie des amerikanischen
Militärpsychologen Dave Grossmann, die erschreckende Parallelen
zwischen den bei der Ausbildung von Soldaten verwendeten Spielen im
Bereich der Videosimulatoren und den so genannten Ego-Shooterspielen
aufzeigt. Sie empfahl das Pionierwerk von Joachim Bauer "Warum ich
fühle, was du fühlst" - Internist, Psychiater und Facharzt für
psychotherapeutische der Medizin Uni Freiburg. Joachim Bauer ist seit
1992 Professor für Psychoneuroimmunologie und wurde 1996 mit dem
renommierten Organon-Forschungspreis geehrt.

Die Begeisterung der Anwesenden über die natürliche, lebendige
Darlegung der Vortragsinhalte in Form von Sketches ließ die Zuhörer
immer wieder zu stürmischem Applaus hinreißen.

Die abschließende Vorführung des MIDDLE EASTERN WOMAN DANCE
rundete den Abend farbenfroh und fröhlich ab.

Rückfragehinweis:

Berufsgruppe steirische KINDERGARTEN & HORTPÄDAGOGINNEN
   Christine Kiffmann, Tel: 0664/425-27-81 oder 0316/72-22-99
   Stempfergasse 8, A-8010 Graz; [email protected]
      
   COSMOBIOTIC Praxisgemeinschaft
   Dr. Eva Dorninger, Tel: 0650/55-66-312
   Götzenbichl 263, A-8160 Weiz; [email protected]

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