• 18.05.2009, 14:53:58
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Kinderfreunde-Vorsitzender Ackerl: "Vorkommnisse in Ebensee erfordern eine Entschuldigung und eine schonungs- wie lückenlose Aufklärung!"

Ackerl entschuldigt sich namens der Organisation der Kinderfreunde - Ursachen müssen genauestens analysiert, der Landessicherheitsrat neuerlich einberufen werden

Linz (OTS) - Der Bundesvorsitzende der Kinderfreunde, Josef
Ackerl, zeigt sich fassungslos über die Vorkommnisse rund um die
Befreiungsfeiern in Ebensee. "Zuallererst möchte ich mich namens der
Organisation der Kinderfreunde, zu denen auch die Roten Falken
zählen, bei den Gästen der Befreiungsfeiern für diese Vorkommnisse
entschuldigen!" so Ackerl. "Unsere Organisation, die sich den Werten
der Demokratie, des Antifaschismus und der Gewaltfreiheit
verpflichtet fühlt, ist zutiefst betroffen, dass ein Jugendlicher,
den wir in unseren Reihen integriert glaubten, bei diesen
Vorkommnissen beteiligt war!"

Für Ackerl ist es immer noch unverständlich, wie es zu dieser
Entwicklung kommen konnte. "Darum habe ich bereits veranlasst, dass
die Ursachen für das Abdriften des Jugendlichen organisationsintern
genau analysiert werden müssen!" so Ackerl weiter. "Eines stimmt mich
aber schon sehr bedenklich: wenn Jugendliche, die in eindeutig
antifaschistisch ausgerichteten Organisationen und um Aufklärung
bemühten Gemeinden sozialisiert wurden, trotzdem anfällig werden für
rechtsextremes Gedankengut, wie weit ist es dann um unser
gesellschaftspolitisches Klima bestellt?"

Neben der glaubwürdigen, weil von einer Organisation mit einer
hundertjährigen antifaschistischen Tradition kommenden Entschuldigung
sieht Ackerl zwei notwendige Konsequenzen:

- Analyse der Ursachen, denn das Verhalten der Jugendlichen
kommt nicht von ungefähr: wer sind die rechtsextremen Aufrührer,
Verführer und Hintermänner? Und welche Rolle spielt die
menschenverachtende und aufhetzende Politik der Rechtsparteien, die
während der Koalition der Jahre 2000 bis 2006 auch noch so richtig
salonfähig gemacht wurde? Für Oberösterreich muss sich so rasch wie
möglich der Landesssicherheitsrat damit befassen, der ohnehin für das
2. Quartal einberufen werden sollte und somit unverzüglich eingeladen
werden könnte.

- Endlich wieder eine klare Distanzierung der Politik von
Rechtsextremismus: dazu gehört auch eine Aufarbeitung "brauner
Flecken", wie dies die SPÖ vor einigen Jahren gemacht hat, eine noch
konsequentere Aufklärungsarbeit in Vereinen, Schulen u.ä. und die
strikte und kompromisslose Distanzierung von allem, was die
Entstehung des Rechtsextremismus fördert, wie zum Beispiel die
Ablehnung menschenverachtender und aufhetzender Hasstiraden mancher
politischer Gruppierungen

Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]

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