• 12.05.2009, 13:11:58
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Dr. Johann kalliauer mit 100 Prozent zum AK-Präsidenten gewählt

1. Vollversammlung der XIV. Funktionsperiode

Linz (OTS) - Die AK-Vollversammlung hat Dr. Johann Kalliauer heute
in der konstituierenden Vollversammlung mit den Stimmen der
Kammerräte/-innen aller vier Fraktionen (Sozialdemokratische
GewerkschafterInnen/FSG; Österreichischer Arbeiter und
Angestelltenbund/ÖAAB; Freiheitliche Arbeitnehmer/FA; Alternative und
Grüne GewerkschafterInnnen/AUGE) zum Präsidenten für die nächsten
fünf Jahre gewählt.

Für Präsident Kalliauer sind mit dieser breiten Zustimmung gute
Startvoraussetzungen für die nächsten fünf Jahre gegeben. Seine
einstimmige Wahl sieht er außerdem als ein Signal für den Willen zur
Zusammenarbeit im Interesse der rund 580.000 Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer in Oberösterreich. "Die Arbeit der AK wird geprägt sein
von der aktuellen wirtschaftlichen Situation. Umso wichtiger ist es,
dass wir uns für die Arbeitsplätze unserer Mitglieder einsetzen und
für ein vernünftiges Einkommen, von dem man leben kann. Außerdem
müssen wir den Menschen Sicherheit geben. Sicherheit im Alter, für
ihre Gesundheit und bei der Ausbildung. Besonders Jugendliche müssen
eine faire Chance erhalten", sagt der wiedergewählte AK-Präsident.

Um den wirtschaftlich schwierigen Bedingungen entgegenzutreten,
setzt sich Kalliauer deshalb für ein Aktionsprogramm mit drei
wesentlichen Punkten ein. "Bereits angelaufene Maßnahmen müssen auf
Gemeindeebene - etwa durch eine Landesinvestitionsanleihe ergänzt
werden. Für Junge sollten die zahlreichen Einzelmaßnahmen gebündelt
und in einer Ausbildungsgemeinschaft zusammengefasst werden. Und bei
allen Maßnahmen dürfen jene, die trotzdem ihre Arbeit verlieren,
nicht übersehen werden. Für sie brauchen wir die Erhöhung des
Arbeitslosengeldes - zumindest auf EU-Durchschnittsniveau", so
Kalliauer.

Landeshauptmann-Stellvertreter DI Erich Haider würdigte die
einstimmige Wahl als richtiges Signal für die oberösterreichischen
Arbeitnehmer/-innen, die gerade jetzt die Sicherheit brauchen, dass
ihre Interessenvertretung geschlossen hinter ihnen steht. "Wir dürfen
nicht abwarten, bis sich alte Muster wieder einschleichen und
Finanzspekulanten über den Erhalt von Betrieben bestimmen, sondern
müssen jetzt die Chance nutzen und einen anderen Kurs einschlagen.
Einen, der die Menschen in den Vordergrund stellt und nicht Profite",
so Haider.

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer gratulierte Präsident
Kalliauer und dem Präsidium zur Wahl und gab ein Bekenntnis zur
Sozialpartnerschaft ab: "Alle großen Entscheidungen der vergangenen
Jahrzehnte wurden von Bund, Ländern und Sozialpartnern gemeinsam
getroffen. Das war gut und richtig so", sagt Pühringer. Auch die
Krise könne man nur gemeinsam bewältigen: "Wir können der Krise kein
Landesverbot erteilen, aber wir können die negativen Auswirkungen
gemeinsam mit geeigneten Maßnahmen reduzieren", so Pühringer.

Klaus Wiesner (AUGE), legte dem neugewählten Präsidenten ans Herz,
dafür Sorge zu tragen, "dass niemand unter die Räder gerät."
Außerdem machte er auf das fehlende Demokratieverständnis der
Bevölkerung aufmerksam und warb für die Unterstützung aller
Fraktionen, dieses wieder anzuheben.

Rudolf Kroiß (FA) gratulierte dem Präsidenten zur einstimmigen
Wahl und wünschte sich für die kommende Legislaturperiode der
AK-Vollversammlung konstruktive Zusammenarbeit statt Streit. Bereits
morgen gelte es bei der Demonstration in Wien, gemeinsam den
Forderungen der Unternehmer nach Nulllohnrunden entgegenzutreten und
den sozialen Frieden zu sichern.

Georg Bachmair (ÖAAB) gratulierte ebenfalls allen gewählten
Funktionären/-innen und dankte ihnen für die Bereitschaft, Politik
für Arbeitnehmer/-innen zu machen. Gerade jetzt in der Krise seien
neue Wege gefragt, die auf Gemeinsamkeit und einen Schulterschluss
aller setzten. Der ÖAAB sei gestärkt aus der Wahl hervorgegangen und
bekenne sich dazu, alle Kräfte zu bündeln und um jeden Arbeitsplatz
zu kämpfen.

Vizepräsident Ing. Reinhold Entholzer (FSG) appellierte, die
schwierigen Zeiten gemeinsam zu bewältigen. Die Europäische Union sei
ein Friedensprojekt, das auch ein Sozialprojekt werden müsse. Heuer
müsse 8.000 Jugendlichen in Oberösterreich ein Ausbildungsplatz
verschafft werden. Außerdem gelte es, die Pensionen vernünftig
abzusichern.

Rückfragehinweis:

Arbeiterkammer Oberösterreich
   Kommunikation
   Dr. Sabine Naderer
   Tel.: (0732) 6906-2182
   mailto:[email protected]
   http://www.arbeiterkammer.com

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